Aufgaben:Aufgabe 2.4: 2D-Übertragungsfunktion: Unterschied zwischen den Versionen

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{{quiz-Header|Buchseite=Mobile Kommunikation/Mehrwegeempfang beim Mobilfunk}}
 
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[[Datei:P_ID2161__Mob_A_2_4.png|right|frame|2D–Impulsantwort $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$]]
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Dargestellt ist die zweidimensionale Impulsantwort $h(\tau, \hspace{0.05cm}t)$ eines Mobilfunksystems in Betragsdarstellung. Es ist zu erkennen, dass die 2D–Impulsantwort nur für die Verzögerungszeiten $\tau = 0$ und $\tau = 1 \ \rm \mu s$ Anteile besitzt. Zu diesen Zeitpunkten gilt:
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Dargestellt ist die zweidimensionale Impulsantwort  $h(\tau, \hspace{0.05cm}t)$  eines Mobilfunksystems in Betragsdarstellung.  
:$$h(\tau = 0\,{\rm \mu s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} = {\rm const.}$$
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*Es ist zu erkennen, dass die 2D–Impulsantwort nur für die Verzögerungszeiten  $\tau = 0$  und  $\tau = 1 \ \rm µ s$  Anteile besitzt.  
:$$h(\tau = 1\,{\rm \mu s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm}  \cos(2\pi \cdot {t}/{ T_0})\hspace{0.05cm}.$$
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*Zu diesen Zeitpunkten gilt:
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:$$h(\tau = 0\,{\rm µ s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} = {\rm const.}$$
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:$$h(\tau = 1\,{\rm µ s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm}  \cos(2\pi \cdot {t}/{ T_0})\hspace{0.05cm}.$$
  
Für alle anderen $\tau$–Werte ist $h(\tau, \hspace{0.05cm}t) \equiv 0$.
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Für alle anderen  $\tau$–Werte ist  $h(\tau, \hspace{0.05cm}t) \equiv 0$.
  
Gesucht ist die zweidimensionale Übertragungsfunktion $H(f, \hspace{0.05cm} t)$ als die Fouriertransformierte von $h(\tau, t)$ hinsichtlich der Verzögerungszeit $\tau$:
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Gesucht ist die zweidimensionale Übertragungsfunktion  $H(f, \hspace{0.05cm} t)$  als die Fouriertransformierte von  $h(\tau, t)$  hinsichtlich der Verzögerungszeit  $\tau$:
 
:$$H(f,\hspace{0.05cm} t)
 
:$$H(f,\hspace{0.05cm} t)
 
  \hspace{0.2cm}  \stackrel {f,\hspace{0.05cm}\tau}{\bullet\!\!-\!\!\!-\!\!\!-\!\!\circ} \hspace{0.2cm} h(\tau,\hspace{0.05cm}t)   
 
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* Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Mobile_Kommunikation/Mehrwegeempfang_beim_Mobilfunk| Mehrwegeempfang beim Mobilfunk]].
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* Die Aufgabe gehört zum Kapitel  [[Mobile_Kommunikation/Mehrwegeempfang_beim_Mobilfunk| Mehrwegeempfang beim Mobilfunk]].
* Eine ähnliche Problematik wird in der [[Aufgaben:2.5_Scatter-Funktion| Aufgabe 2.5]] behandelt, allerdings mit veränderter Nomenklatur.
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* Eine ähnliche Problematik wird in der  [[Aufgaben:2.5_Scatter-Funktion| Aufgabe 2.5]]  behandelt, allerdings mit veränderter Nomenklatur.
 
   
 
   
  
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===Fragebogen===
 
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{Wie groß ist die Periodendauer $T_0$ der Funktion $h(\tau = 1 \ {\rm \mu s},\hspace{0.05cm} t)$? Beachten Sie, dass in der Grafik der Betrag $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$ dargestellt ist.
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{Wie groß ist die Periodendauer&nbsp; $T_0$&nbsp; der Funktion&nbsp; $h(\tau = 1 \ {\rm &micro; s},\hspace{0.05cm} t)$? Beachten Sie, dass in der Grafik der <u>Betrag</u>&nbsp; $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$&nbsp; dargestellt ist.
 
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$T_0 \ = \ ${ 20 3% } $\ \rm ms$
 
$T_0 \ = \ ${ 20 3% } $\ \rm ms$
  
{Zu welchen Zeiten $t_1$ (zwischen $0$ und $10 \ \rm ms$) und $t_2$ (zwischen $10 \ \rm ms$ und $20 \ \rm ms$) ist $H(f, \hspace{0.05cm}t)$ bezüglich $f$ konstant?
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{Zu welchen Zeiten&nbsp; $t_1$&nbsp; $($zwischen&nbsp; $0$&nbsp; und&nbsp; $10 \ \rm ms)$&nbsp; und&nbsp; $t_2$&nbsp; $($zwischen&nbsp; $10 \ \rm ms$&nbsp; und&nbsp; $20 \ \rm ms)$&nbsp; ist&nbsp; $H(f, \hspace{0.05cm}t)$&nbsp; bezüglich&nbsp; $f$&nbsp; konstant?
 
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$t_1 \ = \ ${ 5 3% } $\ \rm ms$
 
$t_1 \ = \ ${ 5 3% } $\ \rm ms$
 
$t_2 \ = \ ${ 15 3% } $\ \rm ms$
 
$t_2 \ = \ ${ 15 3% } $\ \rm ms$
  
{Berechnen Sie $H_0(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 0)$. Welche Aussagen sind zutreffend?
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{Berechnen Sie&nbsp; $H_0(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 0)$. Welche Aussagen sind zutreffend?
 
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+ Es gilt $H_0(f) = H_0(f + i \cdot 1 \ {\rm MHz}), i = &plusmn;1, &plusmn;2, \ \text{...}$
+
+ Es gilt&nbsp; $H_0(f) = H_0(f + i \cdot 1 \ {\rm MHz}), \ i = &plusmn;1, &plusmn;2, \ \text{...}$
+ Es gilt näherungsweise $0.293 &#8804; |H_0(f)| &#8804; 1.707$.
+
+ Es gilt näherungsweise&nbsp; $0.293 &#8804; |H_0(f)| &#8804; 1.707$.
+ $|H_0(f)|$ hat bei $f = 0$ ein Maximum.
+
+ $|H_0(f)|$&nbsp; hat bei&nbsp; $f = 0$&nbsp; ein Maximum.
  
{Berechnen Sie $H_{10}(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 10 \ \rm ms)$. Welche Aussagen sind zutreffend?
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{Berechnen Sie&nbsp; $H_{10}(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 10 \ \rm ms)$. Welche Aussagen sind zutreffend?
 
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+ Es gilt $H_{10}(f) = H_{10}(f + i \cdot 1 \ \rm MHz), i = &plusmn;1, &plusmn;2, \ \text{...}$
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+ Es gilt&nbsp; $H_{10}(f) = H_{10}(f + i \cdot 1 \ {\rm MHz}),i = &plusmn;1, &plusmn;2, \ \text{...}$
+ Es gilt näherungsweise $0.293 &#8804; H_{10}(f) &#8804; 1.707$.
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+ Es gilt näherungsweise&nbsp; $0.293 &#8804; H_{10}(f) &#8804; 1.707$.
- $|H_{10}(f)|$ hat bei $f = 0$ ein Maximum.
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- $|H_{10}(f)|$&nbsp; hat bei&nbsp; $f = 0$&nbsp; ein Maximum.
 
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Version vom 11. April 2019, 17:40 Uhr

2D–Impulsantwort  $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$

Dargestellt ist die zweidimensionale Impulsantwort  $h(\tau, \hspace{0.05cm}t)$  eines Mobilfunksystems in Betragsdarstellung.

  • Es ist zu erkennen, dass die 2D–Impulsantwort nur für die Verzögerungszeiten  $\tau = 0$  und  $\tau = 1 \ \rm µ s$  Anteile besitzt.
  • Zu diesen Zeitpunkten gilt:
$$h(\tau = 0\,{\rm µ s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} = {\rm const.}$$
$$h(\tau = 1\,{\rm µ s},\hspace{0.05cm}t) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \cos(2\pi \cdot {t}/{ T_0})\hspace{0.05cm}.$$

Für alle anderen  $\tau$–Werte ist  $h(\tau, \hspace{0.05cm}t) \equiv 0$.

Gesucht ist die zweidimensionale Übertragungsfunktion  $H(f, \hspace{0.05cm} t)$  als die Fouriertransformierte von  $h(\tau, t)$  hinsichtlich der Verzögerungszeit  $\tau$:

$$H(f,\hspace{0.05cm} t) \hspace{0.2cm} \stackrel {f,\hspace{0.05cm}\tau}{\bullet\!\!-\!\!\!-\!\!\!-\!\!\circ} \hspace{0.2cm} h(\tau,\hspace{0.05cm}t) \hspace{0.05cm}.$$




Hinweise:



Fragebogen

1

Wie groß ist die Periodendauer  $T_0$  der Funktion  $h(\tau = 1 \ {\rm µ s},\hspace{0.05cm} t)$? Beachten Sie, dass in der Grafik der Betrag  $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$  dargestellt ist.

$T_0 \ = \ $

$\ \rm ms$

2

Zu welchen Zeiten  $t_1$  $($zwischen  $0$  und  $10 \ \rm ms)$  und  $t_2$  $($zwischen  $10 \ \rm ms$  und  $20 \ \rm ms)$  ist  $H(f, \hspace{0.05cm}t)$  bezüglich  $f$  konstant?

$t_1 \ = \ $

$\ \rm ms$
$t_2 \ = \ $

$\ \rm ms$

3

Berechnen Sie  $H_0(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 0)$. Welche Aussagen sind zutreffend?

Es gilt  $H_0(f) = H_0(f + i \cdot 1 \ {\rm MHz}), \ i = ±1, ±2, \ \text{...}$
Es gilt näherungsweise  $0.293 ≤ |H_0(f)| ≤ 1.707$.
$|H_0(f)|$  hat bei  $f = 0$  ein Maximum.

4

Berechnen Sie  $H_{10}(f) = H(f, \hspace{0.05cm}t = 10 \ \rm ms)$. Welche Aussagen sind zutreffend?

Es gilt  $H_{10}(f) = H_{10}(f + i \cdot 1 \ {\rm MHz}),\ i = ±1, ±2, \ \text{...}$
Es gilt näherungsweise  $0.293 ≤ H_{10}(f) ≤ 1.707$.
$|H_{10}(f)|$  hat bei  $f = 0$  ein Maximum.


Musterlösung

(1)  Die Periodendauer kann man aus der gegebenen Grafik ablesen. Berücksichtigt man die Betragsdarstellung, so ergibt sich $T_0 \ \underline {= 20 \ \rm ms}$.


(2)  Zum Zeitpunkt $t_1 \ \underline {= 5 \ \rm ms}$ ist $h(\tau = 1 \ {\rm \mu s}, t_1) = 0$. Dementsprechend gilt

$$h(\tau = 1\,{\rm \mu s},\hspace{0.05cm}t_1) = \frac{1}{ \sqrt{2}} \cdot \delta(\tau)\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm} H(f,\hspace{0.05cm}t_1) = \frac{1}{ \sqrt{2}} = {\rm const.}$$

Ebenso gilt für $t_2 \ \underline {= 15 \ \rm ms}$:

$$h(\tau = 1\,{\rm \mu s},\hspace{0.05cm}t_2) = \frac{1}{ \sqrt{2}} \cdot \delta(\tau)\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm} H(f,\hspace{0.05cm}t_2) = \frac{1}{ \sqrt{2}} = {\rm const.}$$


(3)  Zum Zeitpunkt $t = 0$ lautet die Impulsantwort mit $\tau_1 = 1 \ \rm \mu s$:

$$h(\tau,\hspace{0.05cm}t = 0) = \frac{1}{ \sqrt{2}} \cdot \delta(\tau)+ \delta(\tau - \tau_1)\hspace{0.05cm}.$$

Die Fouriertransformation führt zum Ergebnis:

$$H_0(f) = H(f,\hspace{0.05cm}t = 0) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} + 1 \cdot {\rm e}^{- {\rm j}\cdot 2 \pi f \tau_1}=\frac{1}{ \sqrt{2}} + \cos( 2 \pi f \tau_1)- {\rm j}\cdot \sin( 2 \pi f \tau_1)$$
$$\Rightarrow \hspace{0.3cm} |H_0(f)| \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \sqrt { \left [ {1}/{ \sqrt{2}} + \cos( 2 \pi f \tau_1) \right ]^2 + \left [\sin( 2 \pi f \tau_1)\right ]^2}= \sqrt { 0.5 + 1 + {2}/{ \sqrt{2}} \cdot \cos( 2 \pi f \tau_1)} = \sqrt { 1.5 + { \sqrt{2}} \cdot \cos( 2 \pi f \tau_1)}\hspace{0.05cm}.$$

Daraus folgt:

  • $H_0(f)$ ist periodisch mit $1/\tau_1 = 1 \ \rm MHz$.
  • Für den Maximalwert bzw. Minimalwert gilt:
$${\rm Max}\, \left [ \, |H_0(f)|\, \right ] \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \sqrt { 1.5 + { \sqrt{2}} } \approx 1.707 \hspace{0.05cm},\hspace{0.5cm}{\rm Min}\, \left [ \, |H_0(f)|\, \right ] \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \sqrt { 1.5 - { \sqrt{2}} } \approx 0.293 \hspace{0.05cm}. $$
  • Bei $f = 0$ hat $|H_0(f)|$ ein Maximum.


Richtig sind demzufolge alle drei Lösungsvorschläge.


(4)  Für den Zeitpunkt $t = 10 \ \rm ms$ gelten folgende Gleichungen:

$$h(\tau,\hspace{0.05cm}t = 10\,{\rm ms}) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} \cdot \delta(\tau)- \delta(\tau - \tau_1)\hspace{0.05cm},$$
$$H_{10}(f) = H(f,\hspace{0.05cm}t = 10\,{\rm ms}) \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \frac{1}{ \sqrt{2}} - \cos( 2 \pi f \tau_1)+ {\rm j}\cdot \sin( 2 \pi f \tau_1)\hspace{0.05cm},$$
$$ |H_{10}(f)| \hspace{-0.1cm} \ = \ \hspace{-0.1cm} \sqrt { 1.5 - { \sqrt{2}} \cdot \cos( 2 \pi f \tau_1)}\hspace{0.05cm}.$$
2D–Impulsantwort $|h(\tau, \hspace{0.05cm}t)|$ und 2D–Übertragungsfunktion $|H(f, \hspace{0.05cm}t)|$

Richtig sind die Lösungsvorschläge 1 und 2:

  • Die Frequenzperiode ändert sich gegenüber $t = 0$ nicht.
  • Der Maximalwert ist weiterhin $1.707$ und auch der Minimalwer $0.293$ ändert sich nicht gegenüber der Teilaufgabe (3).
  • Bei $f = 0$ tritt nun allerdings ein Minimum und kein Maximum auf.


Die rechte Grafik zeigt den Betrag $|H(f, t)|$ der 2D–Übertragungsfunktion.