{Welche Eigenschaften einer Verteilungsfunktion (VTF) gelten allgemein, also nicht nur bei diesem konkreten Beispiel?
{Welche Eigenschaften einer Verteilungsfunktion (VTF) gelten, wenn die Zufallsgröße beidseitig unbegrenzt ist?
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+ Die VTF steigt von $0$ auf $1$ zumindest schwach monoton an.
+ Die VTF steigt von $0$ auf $1$ zumindest schwach monoton an.
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'''(1)''' Die <u>Aussagen 1, 3 und 4</u> sind immer richtig:
'''(1)''' Die <u>Aussagen 1, 3 und 4</u> sind immer richtig:
*Ein horizontaler Abschnitt in der VTF weist darauf hin, dass die Zufallsgröße in diesem Bereich keine Werte besitzt.
*Ein horizontaler Abschnitt in der VTF weist darauf hin, dass die Zufallsgröße in diesem Bereich keine Werte besitzt.
*Dagegen weist ein vertikaler Abschnitt in der VTF auf eine Diracfunktion in der WDF (an gleicher Stelle $x_0$) hin.
*Dagegen weist ein vertikaler Abschnitt in der VTF auf eine Diracfunktion in der WDF $($an gleicher Stelle $x_0)$ hin.
*Dies bedeutet, dass die Zufallsgröße den Wert $x_0$ sehr häufig annimmt, nämlich mit endlicher Wahrscheinlichkeit.
*Dies bedeutet, dass die Zufallsgröße den Wert $x_0$ sehr häufig annimmt, nämlich mit endlicher Wahrscheinlichkeit.
*Alle anderen Werte treten exakt mit der Wahrscheinlichkeit $0$ auf.
*Alle anderen Werte treten exakt mit der Wahrscheinlichkeit $0$ auf.
*Ist jedoch $x$ auf den Bereich von $x_{\rm min}$ bis $x_{\rm max}$ begrenzt, so ist $F_x(r) = 0$ für $r < x_{\rm min}$ und $F_x(r) = 1$ für $r > x_{\rm max}$.
*Ist jedoch $x$ auf den Bereich von $x_{\rm min}$ bis $x_{\rm max}$ begrenzt, so ist $F_x(r) = 0$ für $r < x_{\rm min}$ und $F_x(r) = 1$ für $r > x_{\rm max}$.
*In diesem Sonderfall wäre auch die zweite Aussage zutreffend.
*In diesem Sonderfall wäre auch die zweite Aussage zutreffend.
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[[Datei: P_ID116__Sto_Z_3_2_c.png|right|frame|WDF der Laplace-Verteilung]]
'''(3)''' Für die Wahrscheinlichkeit, dass $x$ größer als $0.5$ ist, gilt:
'''(3)''' Für die Wahrscheinlichkeit, dass $x$ größer als $0.5$ ist, gilt:
'''(4)''' Die WDF erhält man aus der zugehörigen VTF durch Differenzieren der zwei Bereiche. Es ergibt sich eine zweiseitige Exponentialfunktion sowie eine Diracfunktion bei $x = 0$:
[[Datei: P_ID116__Sto_Z_3_2_c.png|right|frame|WDF der Laplace-Verteilung]]
'''(4)''' Die WDF erhält man aus der zugehörigen VTF durch Differenzieren der zwei Bereiche.
*Es ergibt sich eine zweiseitige Exponentialfunktion sowie eine Diracfunktion bei $x = 0$ :
<i>Hinweis:</i> Die zweiseitige Exponentialverteilung nennt man auch „Laplaceverteilung”.
<i>Hinweis:</i> Die zweiseitige Exponentialverteilung nennt man auch „Laplaceverteilung”.
'''(5)''' Im Bereich um $1$ beschreibt $x$ eine kontinuierliche Zufallsgröße. Die Wahrscheinlichkeit, dass $x$ exakt den Wert $1$ aufweist, ist deshalb ${\rm Pr}(x = 1)\hspace{0.15cm}\underline{= \rm 0}.$
'''(5)''' Im Bereich um $1$ beschreibt $x$ eine kontinuierliche Zufallsgröße.
*Die Wahrscheinlichkeit, dass $x$ exakt den Wert $1$ aufweist, ist deshalb ${\rm Pr}(x = 1)\hspace{0.15cm}\underline{= \rm 0}.$
'''(6)''' In $50\%$ der Zeit wird $x = 0$ gelten: ${\rm Pr}(x = 0)\hspace{0.15cm}\underline{= \rm 0.5}.$
'''(6)''' In $50\%$ der Zeit wird $x = 0$ gelten: ${\rm Pr}(x = 0)\hspace{0.15cm}\underline{= \rm 0.5}.$
<i>Hinweise:</i>
<i>Hinweise:</i>
*Die WDF eines Sprachsignals wird häufig durch eine zweiseitige Exponentialfunktion beschrieben.
*Die WDF eines Sprachsignals wird häufig durch eine zweiseitige Exponentialfunktion beschrieben.
*Die Diracfunktion bei $x = 0$ berücksichtigt vor allem Sprachpausen – hier in $50\%$ aller Zeiten.
*Die Diracfunktion bei $x = 0$ berücksichtigt vor allem Sprachpausen – hier in $50\%$ aller Zeiten.
Ein horizontaler Abschnitt in der VTF weist darauf hin, dass die Zufallsgröße in diesem Bereich keine Werte besitzt.
Dagegen weist ein vertikaler Abschnitt in der VTF auf eine Diracfunktion in der WDF $($an gleicher Stelle $x_0)$ hin.
Dies bedeutet, dass die Zufallsgröße den Wert $x_0$ sehr häufig annimmt, nämlich mit endlicher Wahrscheinlichkeit.
Alle anderen Werte treten exakt mit der Wahrscheinlichkeit $0$ auf.
Ist jedoch $x$ auf den Bereich von $x_{\rm min}$ bis $x_{\rm max}$ begrenzt, so ist $F_x(r) = 0$ für $r < x_{\rm min}$ und $F_x(r) = 1$ für $r > x_{\rm max}$.
In diesem Sonderfall wäre auch die zweite Aussage zutreffend.
(2) Die gesuchte Wahrscheinlichkeit kann man aus der Differenz der VTF–Werte an den Grenzen berechnen:
$${\rm Pr}( x> 0)= F_x(\infty)- F_x(\rm 0)
\hspace{0.15cm}\underline{=\rm 0.25}.$$
(3) Für die Wahrscheinlichkeit, dass $x$ größer als $0.5$ ist, gilt: