Wir betrachten hier ein Binärsignal $b(t)$ und ein Quarternärsignal $q(t)$, wobei gilt:
Die beiden Signale sind rechteckförmig, und die Dauer der einzelnen Rechtecke beträgt jeweils $T$ (Symboldauer).
Die durch die Impulshöhen der einzelnen Rechteckimpulse dargestellten Symbole $($mit Stufenzahl $M = 2$ bzw. $M = 4)$ sind statistisch unabhängig.
Wegen der bipolaren Signalkonstellation sind beide Signale gleichsignalfrei, wenn die Symbolwahrscheinlichkeiten geeignet (symmetrisch) gewählt werden.
Aufgrund der letztgenannten Eigenschaft folgt für die Wahrscheinlichkeiten der Binärsymbole:
(1) Der AKF-Wert an der Stelle $\tau = 0$ entspricht der mittleren Signalleistung, also dem quadratischen Mittelwert von $q(t)$. Für diesen gilt:
Dreieckförmige AKF
Somit hat die gesuchte AKF den rechts skizzierten Verlauf.
Im Bereich $-T \le \tau \le +T$ ist die AKF aufgrund der rechteckförmigen Impulsform abschnittsweise linear, also dreieckförmig.
(3) Die AKF $\varphi_b(\tau)$ des Binärsignals ist aufgrund der statistisch unabhängigen Symbole im Bereich $| \tau| > T$ ebenfalls identisch Null, und für $-T \le \tau \le +T$ ergibt sich ebenfalls eine Dreiecksform.
Für den quadratischen Mittelwert erhält man:
$$\varphi_b (\tau = 0) = b_{\rm 0}^{\rm 2}.$$
Mit $b_0\hspace{0.15cm}\underline{= 1.915\, \rm V}$ sind die beiden Autokorrelationsfunktionen $\varphi_q(\tau)$ und $\varphi_b(\tau)$ identisch.
(4) Richtig sind die Lösungsvorschläge 1, 3 und 4.
Aus der Autokorrelationsfunktion lassen sich tatsächlich ermitteln:
die Periodendauer $T_0$: diese ist für die Mustersignale und die AKF gleich;
der lineare Mittelwert: Wurzel aus dem Endwert der AKF für $\tau \to \infty$ und
die Varianz: Differenz der AKF-Werte von $\tau = 0$ und $\tau \to \infty$.
Nicht ermittelt werden können:
die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion: trotz $\varphi_q(\tau) =\varphi_b(\tau)$ ist $f_q(q) \ne f_b(b)$;
die Momente höherer Ordnung: für deren Berechnung benötigt man die WDF;
alle Phasenbeziehungen und Symmetrieeigenschaften sind aus der AKF nicht erkennbar.