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[[Datei:P_ID384__Sto_A_4_10.png|right|300px|frame|Binärsignal $b(t)$ und Quaternärsignal $q(t)$]]
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Wir betrachten hier ein Binärsignal $b(t)$ und ein Quarternärsignal $q(t)$, wobei gilt:
Wir betrachten hier ein Binärsignal $b(t)$ und ein Quarternärsignal $q(t)$, wobei gilt:
*Die beiden Signale sind rechteckförmig, und die Dauer der einzelnen Rechtecke beträgt jeweils $T$ (Symboldauer).
*Die beiden Signale sind rechteckförmig, und die Dauer der einzelnen Rechtecke beträgt jeweils $T$ (Symboldauer).
*Die durch die Impulshöhen der einzelnen Rechteckimpulse dargestellten Symbole $($mit Stufenzahl $M = 2$ bzw. $M = 4)$ sind statistisch unabhängig.
*Die durch die Impulshöhen der einzelnen Rechteckimpulse dargestellten Symbole $($mit Stufenzahl $M = 2$ bzw. $M = 4)$ sind statistisch unabhängig.
*Wegen der bipolaren Signalkonstellation sind beide Signale gleichsignalfrei, wenn die Symbolwahrscheinlichkeiten geeignet (symmetrisch) gewählt werden.
*Wegen der bipolaren Signalkonstellation sind beide Signale gleichsignalfrei, wenn die Symbolwahrscheinlichkeiten geeignet (symmetrisch) gewählt werden.
*Aufgrund der letztgenannten Eigenschaft folgt für die Wahrscheinlichkeiten der Binärsymbole:
*Aufgrund der letztgenannten Eigenschaft folgt für die Wahrscheinlichkeiten der Binärsymbole:
'''Hinweis:''' Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Stochastische_Signaltheorie/Autokorrelationsfunktion_(AKF)|Autokorrelationsfunktion]].
*Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Stochastische_Signaltheorie/Autokorrelationsfunktion_(AKF)|Autokorrelationsfunktion]].
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{Wie groß ist der AKF–Wert bei $\tau = T$ ? Begründen Sie, warum die AKF–Werte für $|\tau| > T$ genauso groß sind. Skizzieren Sie den AKF–Verlauf.
{Wie groß ist der AKF–Wert bei $\tau = T$ ? Begründen Sie, warum die AKF–Werte für $|\tau| > T$ genauso groß sind. Skizzieren Sie den AKF–Verlauf.
|type="{}"}
|type="{}"}
$\varphi_q(\tau = T) \ = \ $ { 0. } $\ \rm V^2$
$\varphi_q(\tau = T) \ = \ $ { 0. } $\ \rm V^2$
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===Musterlösung===
===Musterlösung===
{{ML-Kopf}}
{{ML-Kopf}}
'''(1)''' Der AKF-Wert an der Stelle $\tau = 0$ entspricht der mittleren Signalleistung, also dem quadratischen Mittelwert von $q(t)$. Für diesen gilt:
'''(1)''' Der AKF-Wert an der Stelle $\tau = 0$ entspricht der mittleren Signalleistung, also dem quadratischen Mittelwert von $q(t)$. Für diesen gilt:
'''(2)''' Die einzelnen Symbole wurden als statistisch unabhängig vorausgesetzt. Deshalb und wegen des fehlenden Gleichanteils gilt hier für jeden ganzzahligen Wert von $\nu$:
'''(2)''' Die einzelnen Symbole wurden als statistisch unabhängig vorausgesetzt.
*Deshalb und wegen des fehlenden Gleichanteils gilt hier für jeden ganzzahligen Wert von $\nu$:
*Somit hat die gesuchte AKF den rechts skizzierten Verlauf.
*Somit hat die gesuchte AKF den rechts skizzierten Verlauf.
*Im Bereich $-T \le \tau \le +T$ ist die AKF aufgrund der rechteckförmigen Impulsform abschnittsweise linear, also dreieckförmig.
*Im Bereich $-T \le \tau \le +T$ ist die AKF aufgrund der rechteckförmigen Impulsform abschnittsweise linear, also dreieckförmig.
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'''(3)''' Die AKF $\varphi_b(\tau)$ des Binärsignals ist aufgrund der statistisch unabhängigen Symbole im Bereich $| \tau| > T$ ebenfalls identisch $0$, und für $-T \le \tau \le +T$ ergibt sich ebenfalls eine Dreiecksform. Für den quadratischen Mittelwert erhält man:
'''(3)''' Die AKF $\varphi_b(\tau)$ des Binärsignals ist aufgrund der statistisch unabhängigen Symbole im Bereich $| \tau| > T$ ebenfalls identisch Null, und für $-T \le \tau \le +T$ ergibt sich ebenfalls eine Dreiecksform.
*Für den quadratischen Mittelwert erhält man:
:$$\varphi_b (\tau = 0) = b_{\rm 0}^{\rm 2}.$$
:$$\varphi_b (\tau = 0) = b_{\rm 0}^{\rm 2}.$$
Mit $b_0\hspace{0.15cm}\underline{= 1.915\, \rm V}$ sind die beiden Autokorrelationsfunktionen $\varphi_q(\tau)$ und $\varphi_b(\tau)$ identisch.
*Mit $b_0\hspace{0.15cm}\underline{= 1.915\, \rm V}$ sind die beiden Autokorrelationsfunktionen $\varphi_q(\tau)$ und $\varphi_b(\tau)$ identisch.
'''(4)''' Richtig sind <u>die Lösungsvorschläge 1, 3 und 4</u>.
'''(4)''' Richtig sind <u>die Lösungsvorschläge 1, 3 und 4</u>. Aus der Autokorrelationsfunktion lassen sich tatsächlich ermitteln:
Aus der Autokorrelationsfunktion lassen sich tatsächlich ermitteln:
*die Periodendauer $T_0$: diese ist für die Mustersignale und die AKF gleich;
*die Periodendauer $T_0$: diese ist für die Mustersignale und die AKF gleich;
* der lineare Mittelwert: Wurzel aus dem Endwert der AKF für $\tau \to \infty$; und
* der lineare Mittelwert: Wurzel aus dem Endwert der AKF für $\tau \to \infty$ und
* die Varianz: Differenz der AKF-Werte von $\tau = 0$ und $\tau \to \infty$.
* die Varianz: Differenz der AKF-Werte von $\tau = 0$ und $\tau \to \infty$.
Nicht ermittelt werden können:
Nicht ermittelt werden können:
* die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion: trotz $\varphi_q(\tau) =\varphi_b(\tau)$ ist $f_q(q) \ne f_b(b)$;
* die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion: trotz $\varphi_q(\tau) =\varphi_b(\tau)$ ist $f_q(q) \ne f_b(b)$;
* die Momente höherer Ordnung: für deren Berechnung benötigt man die WDF; sowie
* die Momente höherer Ordnung: für deren Berechnung benötigt man die WDF;
* alle Phasenbeziehungen und Symmetrieeigenschaften.
* alle Phasenbeziehungen und Symmetrieeigenschaften sind aus der AKF nicht erkennbar.
{{ML-Fuß}}
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[[Category:Aufgaben zu Stochastische Signaltheorie|^4.4 Autokorrelationsfunktion (AKF)^]]
[[Category:Aufgaben zu Stochastische Signaltheorie|^4.4 Autokorrelationsfunktion (AKF)^]]
Wir betrachten hier ein Binärsignal $b(t)$ und ein Quarternärsignal $q(t)$, wobei gilt:
Die beiden Signale sind rechteckförmig, und die Dauer der einzelnen Rechtecke beträgt jeweils $T$ (Symboldauer).
Die durch die Impulshöhen der einzelnen Rechteckimpulse dargestellten Symbole $($mit Stufenzahl $M = 2$ bzw. $M = 4)$ sind statistisch unabhängig.
Wegen der bipolaren Signalkonstellation sind beide Signale gleichsignalfrei, wenn die Symbolwahrscheinlichkeiten geeignet (symmetrisch) gewählt werden.
Aufgrund der letztgenannten Eigenschaft folgt für die Wahrscheinlichkeiten der Binärsymbole:
(1) Der AKF-Wert an der Stelle $\tau = 0$ entspricht der mittleren Signalleistung, also dem quadratischen Mittelwert von $q(t)$. Für diesen gilt:
Dreieckförmige AKF
Somit hat die gesuchte AKF den rechts skizzierten Verlauf.
Im Bereich $-T \le \tau \le +T$ ist die AKF aufgrund der rechteckförmigen Impulsform abschnittsweise linear, also dreieckförmig.
(3) Die AKF $\varphi_b(\tau)$ des Binärsignals ist aufgrund der statistisch unabhängigen Symbole im Bereich $| \tau| > T$ ebenfalls identisch Null, und für $-T \le \tau \le +T$ ergibt sich ebenfalls eine Dreiecksform.
Für den quadratischen Mittelwert erhält man:
$$\varphi_b (\tau = 0) = b_{\rm 0}^{\rm 2}.$$
Mit $b_0\hspace{0.15cm}\underline{= 1.915\, \rm V}$ sind die beiden Autokorrelationsfunktionen $\varphi_q(\tau)$ und $\varphi_b(\tau)$ identisch.
(4) Richtig sind die Lösungsvorschläge 1, 3 und 4.
Aus der Autokorrelationsfunktion lassen sich tatsächlich ermitteln:
die Periodendauer $T_0$: diese ist für die Mustersignale und die AKF gleich;
der lineare Mittelwert: Wurzel aus dem Endwert der AKF für $\tau \to \infty$ und
die Varianz: Differenz der AKF-Werte von $\tau = 0$ und $\tau \to \infty$.
Nicht ermittelt werden können:
die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion: trotz $\varphi_q(\tau) =\varphi_b(\tau)$ ist $f_q(q) \ne f_b(b)$;
die Momente höherer Ordnung: für deren Berechnung benötigt man die WDF;
alle Phasenbeziehungen und Symmetrieeigenschaften sind aus der AKF nicht erkennbar.