:In der Grafik rechts ist die zweidimensionale Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion <i>f<sub>xy</sub></i>(<i>x</i>, <i>y</i>) der zwei diskreten Zufallsgrößen <i>x</i> und <i>y</i> dargestellt. Diese 2D–WDF besteht aus acht Diracpunkten, durch Kreuze markiert. Die Zahlenwerte geben die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten an.
In der Grafik ist die zweidimensionale Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion $f_{xy}(x, y)$ der zwei diskreten Zufallsgrößen $x$ und $y$ dargestellt.
*Diese 2D–WDF besteht aus acht Diracpunkten, durch Kreuze markiert. Die Zahlenwerte geben die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten an.
*Es ist zu erkennen, dass sowohl $x$ als auch $y$ alle ganzzahligen Werte zwischen den Grenzen $-2$ und $+2$ annehmen können.
*Die Varianzen der beiden Zufallsgrößen sind wie folgt gegeben: $\sigma_x^2 = 2$, $\sigma_y^2 = 1.4$.
:Es ist zu erkennen, dass sowohl <i>x</i> als auch <i>y</i> alle ganzzahligen Werte zwischen den Grenzen –2 und +2 annehmen können.
:Die Varianzen der beiden Zufallsgrößen sind wie folgt gegeben: σ<sub>x</sub><sup>2</sup> = 2 und σ<sub>y</sub><sup>2</sup> = 1.4. <br>
''Hinweise:''
*Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Stochastische_Signaltheorie/Zweidimensionale_Zufallsgrößen|Zweidimensionale Zufallsgrößen]].
*Sollte die Eingabe des Zahlenwertes „0” erforderlich sein, so geben Sie bitte „0.” ein.
:<b>Hinweis</b>: Diese Aufgabe bezieht sich auf die Thematik von Kapitel 2.2 und Kapitel 4.1.
Hinweise:
*Die Aufgabe gehört zum Kapitel [[Stochastische_Signaltheorie/Zweidimensionale_Zufallsgrößen|Zweidimensionale Zufallsgrößen]].
*Bezug genommen wird auch auf das Kapitel [[Stochastische_Signaltheorie/Momente_einer_diskreten_Zufallsgröße|Momente einer diskreten Zufallsgröße]]
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<quiz display=simple>
<quiz display=simple>
{Welche der folgenden Aussagen trefen hinsichtlich der Zufallsgröße <i>x</i> zu?
{Welche der folgenden Aussagen trefen hinsichtlich der Zufallsgröße $x$ zu?
|type="[]"}
|type="[]"}
+ Die Wahrscheinlichkeiten für –2, –1, 0, +1 und +2 sind gleich.
+ Die Wahrscheinlichkeiten für $-2$, $-1$, $0$, $+1$ und $+2$ sind gleich.
+ Die Zufallsgröße <i>x</i> ist mittelwertfrei (<i>m<sub>x</sub></i> = 0).
+ Die Zufallsgröße $x$ ist mittelwertfrei $(m_x = 0)$.
- Die Wahrscheinlichkeit Pr(<i>x</i> ≤ 1) ist 0.9.
- Die Wahrscheinlichkeit ${\rm Pr}(x \le 1)=0.9$.
{Welche der folgenden Aussagen treffen hinsichtlich der Zufallsgröße <i>y</i> zu?
{Welche der folgenden Aussagen treffen hinsichtlich der Zufallsgröße $y$ zu?
|type="[]"}
|type="[]"}
- Die Wahrscheinlichkeiten für –2, –1, 0, +1 und +2 sind gleich.
- Die Wahrscheinlichkeiten für $-2$, $-1$, $0$, $+1$ und $+2$ sind gleich.
+ Die Zufallsgröße <i>y</i> ist mittelwertfrei (<i>m<sub>y</sub></i> = 0).
+ Die Zufallsgröße $y$ ist mittelwertfrei $(m_y = 0)$.
+ Die Wahrscheinlichkeit Pr(<i>y</i> ≤ 1) ist 0.9.
+ Die Wahrscheinlichkeit ${\rm Pr}(y \le 1)=0.9$.
{Berechnen Sie den Wert der zweidimensionalen VTF an der Stelle (1, 1).
{Berechnen Sie den Wert der zweidimensionalen Verteilungsfunktion $\rm (VTF)$ an der Stelle $(+1, +1)$.
|type="{}"}
|type="{}"}
$F_\text{xy}(1, 1)$ = { 0.8 3% }
$F_{xy}(+1, +1) \ = \ $ { 0.8 3% }
{Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass <i>x</i> ≤ 1 gilt, unter der Bedingung, dass gleichzeitig <i>y</i> ≤ 1 ist.
{Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass $x \le 1$ gilt, unter der Bedingung, dass gleichzeitig $y \le 1$ ist.
{Berechnen Sie das gemeinsame Moment der Zufallsgrößen <i>x</i> und <i>y</i>.
{Berechnen Sie das gemeinsame Moment $m_{xy}$ der Zufallsgrößen $x$ und $y$.
|type="{}"}
|type="{}"}
$m_\text{xy}$ = { 1.2 3% }
$m_{xy}\ = \ $ { 1.2 3% }
{Berechnen Sie den Korrelationskoeffizienten <i>ρ<sub>xy</sub></i> und geben Sie die Gleichung der Korrelationsgeraden <i>K</i>(<i>x</i>) an. Wie groß ist deren Winkel zur <i>x</i>-Achse?
{Berechnen Sie den Korrelationskoeffizienten $\rho_{xy}$. Geben Sie die Gleichung der Korrelationsgeraden $K(x)$ an. Wie groß ist deren Winkel zur $x$-Achse?
{Welche der nachfolgenden Aussagen sind zutreffend?
{Welche der nachfolgenden Aussagen sind zutreffend?
|type="[]"}
|type="[]"}
- Die Zufallsgrößen <i>x</i> und <i>y</i> sind statistisch unabhängig.
- Die Zufallsgrößen $x$ und $y$ sind statistisch unabhängig.
+ Man erkennt bereits aus der vorgegebenen 2D-WDF, dass <i>x</i> und <i>y</i> statistisch voneinander abhängen.
+ Man erkennt bereits aus der vorgegebenen 2D-WDF, dass $x$ und $y$ statistisch voneinander abhängen.
+ Aus dem berechneten Korrelationskoeffizienten <i>ρ<sub>xy</sub></i> kann man auf die statistische Abhängigkeit zwischen <i>x</i> und <i>y</i> schließen.
+ Aus dem berechneten Korrelationskoeffizienten $\rho_{xy}$ kann man auf die statistische Abhängigkeit zwischen $x$ und $y$ schließen.
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===Musterlösung===
===Musterlösung===
{{ML-Kopf}}
{{ML-Kopf}}
:<b>1.</b> Die Randwahrscheinlichkeitsdichtefunktion <i>f<sub>x</sub></i>(<i>x</i>) erhält man aus der 2D–WDF <i>f<sub>xy</sub></i>(<i>x, y</i>) durch Integration über <i>y</i>. Für alle möglichen Werte <i>x</i> ∈ {–2, –1, 0, 1, 2} sind die Wahrscheinlichkeiten gleich 0.2, und es gilt Pr(<i>x</i> ≤ 1) = 0.8. Der Mittelwert ist <i>m<sub>x</sub></i> = 0. Richtig sind somit <u>die beiden ersten Antworten</u>.
'''(1)''' Richtig sind die <u>beiden ersten Antworten</u>:
[[Datei:P_ID258__Sto_Z_4_3_b.png|right|]]
*Die Randwahrscheinlichkeitsdichtefunktion $f_{x}(x)$ erhält man aus der 2D–WDF $f_{xy}(x, y)$ durch Integration über $y$.
*Für alle möglichen Werte $ x \in \{-2, -1, \ 0, +1, +2\}$ sind die Wahrscheinlichkeiten gleich $0.2$.
*Es gilt ${\rm Pr}(x \le 1)= 0.8$ und der Mittelwert ist $m_x = 0$.
:<b>2.</b> Durch Integration über <i>x</i> erhält man die rechts skizzierte WDF. Aufgrund der Symmetrie ergibt sich der Mittelwert <i>m<sub>y</sub></i> = 0. Die gesuchte Wahrscheinlichkeit Pr(<i>y</i> ≤ 1) ist 0.9. Richtig sind also <u>die Lösungsvorschläge 2 und 3</u>.<br>
:<b>3.</b> Definitionsgemäß gilt:
:$$F_{xy}(r_x, r_y) = \rm Pr((\it x \le r_x)\cap(\it y\le r_y)).$$
:<b>4.</b> Hierfür kann mit dem Satz von Bayes auch geschrieben werden:
*Wie aus der 2D–WDF auf der Angabenseite zu ersehen, ist diese Wahrscheinlichkeit ${\rm Pr}\big [(x \le 1)\cap(y\le 1)\big ]\hspace{0.15cm}\underline{=0.8}$.
:Hier ist berücksichtigt, dass wegen <i>m<sub>x</sub></i> = <i>m<sub>y</sub></i> = 0 die Kovarianz <i>μ<sub>xy</sub></i> gleich dem Moment <i>m<sub>xy</sub></i> ist.
:Die Gleichung der Korrelationsgeraden lautet:
[[Datei:P_ID259__Sto_Z_4_3_f.png|right|frame|2D-WDF und Korrelationsgerade $y = K(x)$]]
'''(6)''' Für den Korrelationskoeffizienten gilt:
*Hierbei ist berücksichtigt, dass wegen $m_x = m_y = 0$ die Kovarianz $\mu_{xy}$ gleich dem Moment $m_{xy}$ ist.
*Die Gleichung der Korrelationsgeraden lautet:
:$$y=\frac{\sigma_y}{\sigma_x}\cdot \rho_{xy}\cdot x = \frac{\mu_{xy}}{\sigma_x^{\rm 2}}\cdot x = \rm 0.6\cdot \it x.$$
:$$y=\frac{\sigma_y}{\sigma_x}\cdot \rho_{xy}\cdot x = \frac{\mu_{xy}}{\sigma_x^{\rm 2}}\cdot x = \rm 0.6\cdot \it x.$$
:Im Bild ist die Gerade <i>y</i> = <i>K</i>(<i>x</i>) eingezeichnet. Der Winkel zwischen Korrelationsgerade und <i>x</i>-Achse beträgt <i>θ</i><sub><i>y</i>→<i>x</i></sub> = arctan(0.6) <u>≈ 31°</u>.
*Im Bild ist die Gerade $y = K(x)$ eingezeichnet. Der Winkel zwischen Korrelationsgerade und $x$-Achse beträgt
:<b>7.</b> Bei statistischer Unabhängigkeit müsste <i>f<sub>xy</sub></i>(<i>x</i>, <i>y</i>) = <i>f<sub>x</sub></i>(<i>x</i>) · <i>f<sub>y</sub></i>(<i>y</i>) gelten, was hier nicht erfüllt ist. Aus der Korreliertheit (folgt aus <i>ρ<sub>xy</sub></i> = 0.6) kann direkt auf die statistische Abhängigkeit geschlossen werden, denn Korrelation bedeutet eine Sonderform (nämlich linear) der statistischen Abhängigkeit. Richtig sind die <u>Lösungsvorschläge 2 und 3</u>.
'''(7)''' Richtig sind die <u>Lösungsvorschläge 2 und 3</u>:
*Bei statistischer Unabhängigkeit müsste $f_{xy}(x, y) = f_{x}(x) \cdot f_{y}(y)$ gelten, was hier nicht erfüllt ist.
*Aus der Korreliertheit $($folgt aus $\rho_{xy} \ne 0)$ kann direkt auf die statistische Abhängigkeit geschlossen werden,
*denn Korrelation bedeutet eine Sonderform der statistischen Abhängigkeit, nämlich die lineare statistische Abhängigkeit.
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[[Category:Aufgaben zu Stochastische Signaltheorie|^4.1 Zweidimensionale Zufallsgrößen^]]
[[Category:Aufgaben zu Stochastische Signaltheorie|^4.1 Zweidimensionale Zufallsgrößen^]]
Wie aus der 2D–WDF auf der Angabenseite zu ersehen, ist diese Wahrscheinlichkeit ${\rm Pr}\big [(x \le 1)\cap(y\le 1)\big ]\hspace{0.15cm}\underline{=0.8}$.
(4) Hierfür kann mit dem Satz von Bayes auch geschrieben werden:
Mit den Ergebnissen aus (2) und (3) folgt daraus $ \rm Pr(\it x \le \rm 1)\hspace{0.05cm} | \hspace{0.05cm} \it y \le \rm 1) = 0.8/0.9 = 8/9 \hspace{0.15cm}\underline{=0.889}$.
(5) Entsprechend der Definition gilt für das gemeinsame Moment: