Aufgaben:Aufgabe 3.7Z: Regeneratorfeldlänge: Unterschied zwischen den Versionen

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Per Simulation wurde gezeigt, dass zwischen dem sog. Systemwirkungsgrad $\eta$ sowie der charakteristischen Kabeldämpfung $a_*$ eines Koaxialkabels – beide in dB aufgetragen – etwa ein linearer Zusammenhang besteht, wenn die charakteristische Kabeldämpfung hinreichend groß ist ($a_* ≥ 40 \ \rm dB$):
Per Simulation wurde gezeigt, dass zwischen dem so genannten Systemwirkungsgrad  $\eta$  und der charakteristischen Kabeldämpfung  $a_*$  eines Koaxialkabels – beide in  $\rm dB$  aufgetragen – etwa ein linearer Zusammenhang besteht, wenn die charakteristische Kabeldämpfung hinreichend groß ist  $(a_* ≥ 40 \ \rm dB)$:
:$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta  \hspace{0.15cm} {\rm (in \hspace{0.15cm}dB)}= A + B \cdot a_{\star}
:$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta  \hspace{0.15cm} {\rm (in \hspace{0.15cm}dB)}= A + B \cdot a_{\star}\hspace{0.05cm}.$$
\hspace{0.05cm}.$$


In der Tabelle sind für vier beispielhafte Systemvarianten
In der Tabelle sind für vier beispielhafte Systemvarianten die empirisch gefundenen Koeffizienten  $A$  und  $B$  angegeben:
* impulsinterferenzbehaftetes System mit Gaußtiefpass (GTP, siehe Kapitel 3.4) bzw. optimale Nyquistentzerrung (ONE, siehe Kapitel 3.5)
* für  das impulsinterferenzbehaftete Binärsystem &nbsp;$(M = 2)$&nbsp; mit Gaußtiefpass &nbsp;$\rm (GTP)$, siehe Kapitel&nbsp; <br>[[Digitalsignalübertragung/Fehlerwahrscheinlichkeit_unter_Berücksichtigung_von_Impulsinterferenzen|Fehlerwahrscheinlichkeit unter Berücksichtigung von Impulsinterferenzen]],
* jeweils Binärsystem ($M = 2$) und Oktalsystem ($M = 8$)
* für  das impulsinterferenzbehaftete Oktalsystem &nbsp;$(M = 8)$&nbsp; mit Gaußtiefpass &nbsp;$\rm (GTP)$, siehe Kapitel&nbsp; <br>[[Digitalsignalübertragung/Impulsinterferenzen_bei_mehrstufiger_Übertragung|Impulsinterferenzen bei mehrstufiger Übertragung]],
*für  optimale impulsinterferenzfreie Systeme  &nbsp;$\rm (ONE)$, siehe Kapitel&nbsp; [[Digitalsignalübertragung/Lineare_Nyquistentzerrung|Lineare Nyquistentzerrung]]; &nbsp;$M = 2$&nbsp; und&nbsp; $M = 8$.


die empirisch gefundenen Gleichungskoeffizienten $A$ und $B$ angegeben.
 
Für einen gegebenen Wert $a_*$ (und damit eine feste Kabellänge) ist ein System um so besser, je größer der Systemwirkungsgrad ist.
Je größer der Systemwirkungsgrad &nbsp;$\eta$&nbsp; ist,  um so besser ist ein System für einen gegebenen Wert &nbsp;$a_*$&nbsp; (und damit eine feste Kabellänge).
 
 
Für die Berecnung der Regeneratorfeldlänge (Abstand zweier Zwischenverstärker) ist zu beachten, dass
* die ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit nicht größer sein soll als &nbsp;$10^{-10}$, woraus sich der minimale Sinkenstörabstand ergibt:
:$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho_{\rm min} \approx 16.1\,{\rm dB}  \hspace{0.05cm},$$
* das logarithmierte Verhältnis von Sendeenergie (pro Bit) und AWGN&ndash;Rauschleistungsdichte ca. &nbsp;$100 \ \rm dB$&nbsp; beträgt, zum Beispiel:
:$$s_0 = 3\,{\rm V},\hspace{0.2cm}R_{\rm B} = 1\,{\rm Gbit/s},\hspace{0.2cm}N_{\rm 0} = 9 \cdot 10^{-19}\,{\rm V^2/Hz}$$
:$$\Rightarrow \hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}}= 10 \cdot {\rm lg} \hspace{0.1cm} \frac{9\,{\rm V^2} } {9 \cdot 10^{-19}\,{\rm V^2/Hz}\cdot 10^{-9}\,{\rm 1/s}}= 100\,{\rm dB}  \hspace{0.05cm},$$
* ein Normalkoaxialkabel mit den Abmessungen &nbsp;$2.6 \ \rm mm$&nbsp; (innen) und &nbsp;$9.5 \ \rm mm$&nbsp; (außen) eingesetzt werden soll, bei dem der folgende Zusammenhang gültig ist:
:$$a_{\star} =  \frac{2.36\,{\rm dB} } {{\rm km} \cdot \sqrt{{\rm MHz}}} \cdot l \cdot \sqrt{{R_{\rm B}}/{2}}\hspace{0.05cm}.$$
 
:Hierbei bezeichnet &nbsp;$a_*$&nbsp; die charakteristische Dämpfung bei der halben Bitrate &ndash; im Beispiel bei &nbsp;$500 \ \rm MHz$&nbsp; &ndash; und &nbsp;$l$&nbsp; die Kabellänge.
 
 
''Hinweis:''
*Die Aufgabe gehört zum  Kapitel&nbsp; [[Digitalsignal%C3%BCbertragung/Lineare_Nyquistentzerrung|Linare Nyquistentzerrung]].




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===Fragebogen===
===Fragebogen===
<quiz display=simple>
<quiz display=simple>
{Multiple-Choice
{Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend?
|type="[]"}
|type="[]"}
+ correct
+ Das System &nbsp;$({\rm ONE}, \ M = 8)$&nbsp; ist für jedes beliebiges &nbsp;$a_*$&nbsp; am besten.
- false
- Das System &nbsp;$({\rm GTP}, \ M = 2)$&nbsp; ist für &nbsp;$a_* &#8805; 40 \ \rm dB$&nbsp; am schlechtesten.
 
{Ab welcher Kabeldämpfung ist &nbsp;$({\rm GTP}, \ M = 8)$&nbsp; besser als &nbsp;$({\rm ONE}, \ M = 2)$?
|type="{}"}
$a_{\rm *, \ Grenz}\ = \ $ { 116 3% } $\ \rm dB$
 
{Welchen Minimalwert &nbsp;$\eta_{\hspace{0.05cm}\rm min}$&nbsp; darf der Systemwirkungsgrad auf keinen Fall unterschreiten?
|type="{}"}
$10 \cdot {\rm lg} \ \eta_{\hspace{0.05cm}\rm min} \ = \ $ { -86.417--81.383 } $\ \rm dB$


{Input-Box Frage
{Welche Länge darf das Koaxialkabel bei &nbsp;$({\rm ONE}, \ M = 8)$&nbsp; maximal besitzen?
|type="{}"}
|type="{}"}
$xyz$ = { 5.4 3% } $ab$
$l_{\hspace{0.05cm}\rm max}\ = \ $ { 2.62 3% } $\ \rm km$
 
{Welche Länge darf das Koaxialkabel bei &nbsp;$({\rm GTP}, \ M = 2)$&nbsp; maximal besitzen?
|type="{}"}
$l_{\hspace{0.05cm}\rm max}\ = \ $ { 1.61 3% } $\ \rm km$
</quiz>
</quiz>


===Musterlösung===
===Musterlösung===
{{ML-Kopf}}
{{ML-Kopf}}
'''(1)'''&nbsp;  
'''(1)'''&nbsp; Berechnet man den Systemwirkungsgrad unter der Vorraussetzung $a_* = 40 \ \rm dB$, so erhält man für die vier Systemvarianten:
'''(2)'''&nbsp;  
:$$({\rm GTP},\hspace{0.1cm}M=2) \text{:}\hspace{0.3cm} 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= +9.4\,{\rm dB} -1.10 \cdot 40\,{\rm dB} = -34.6\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
'''(3)'''&nbsp;  
:$$({\rm GTP},\hspace{0.1cm}M=8) \text{:}\hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= -1.3\,{\rm dB} -0.91 \cdot 40\,{\rm dB} = -37.7\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
'''(4)'''&nbsp;  
:$$({\rm ONE},\hspace{0.1cm}M=2) \text{:}\hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= +4.5\,{\rm dB} -0.96 \cdot 40 \,{\rm dB}= -33.9\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
'''(5)'''&nbsp;  
:$$({\rm ONE},\hspace{0.1cm}M=8) \text{:}\hspace{0.3cm} 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta = -9.3\,{\rm dB} -0.54 \cdot 40\,{\rm dB} = -30.9\,{\rm dB}\hspace{0.05cm}.$$
 
Daraus ergibt sich:
*Die <u>erste Aussage</u> ist zutreffend, da das System $({\rm ONE},\hspace{0.1cm} M = 8)$ bereits bei $40 \ \rm dB$ Kabeldämpfung am besten ist und den günstigsten $\rm B$&ndash;Koeffizienten aufweist.
*Dagegen trifft die zweite Aussage nicht zu, da zum Beispiel bei $40 \ \rm dB$ Kabeldämpfung das oktale $\rm GTP$&ndash;System schlechter ist als das binäre.
 
 
 
'''(2)'''&nbsp; Als Bestimmungsgleichung benutzen wir hier:
:$$-1.3\,{\rm dB} -0.91 \cdot a_{\star} =  +4.5 \,{\rm dB}-0.96 \cdot a_{\star}\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm} 0.05 \cdot a_{\star} = 5.8\,{\rm dB}\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm}a_{\star,\hspace{0.05cm}{\rm Grenz}} \hspace{0.15cm}\underline {= 116\,{\rm dB}}\hspace{0.05cm}.$$
 
Das heißt:
*Bis zur charakteristischen Kabeldämpfung $a_* = 116 \ \rm dB$ (Anmerkung: dies ist ein unrealistisch großer Wert für derzeit realisierte Systeme) ist das binäre Nyquistsystem dem System $({\rm GTP},\hspace{0.1cm} M = 8)$ überlegen.
*Erst für größere Werte als $a_{\rm *, \ Grenz} = 116 \ \rm dB$ überwiegt bei Letzterem der Vorteil $(M = 8$ und damit deutlich niedrigere Symbolrate$)$ gegenüber dem Nachteil $($oktale Entscheidung und dadurch größeres Gewicht der Impulsinterferenzen$)$.
 
 
 
'''(3)'''&nbsp; Das Sinken&ndash;SNR soll mindestens $16.1 \ \rm dB$ betragen, das heißt es muss gelten:
:$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho = 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}} + 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta  \hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta \ >\ 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho_{\rm min} - 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}} =\ 16.1- 100\hspace{0.15cm}\underline {= -83.9\,{\rm dB} = 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta_{\hspace{0.05cm} \rm min}}\hspace{0.05cm}.$$
 
 
 
'''(4)'''&nbsp; Beim hier betrachteten System gilt: &nbsp; $10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta = -9.3\,{\rm dB} -0.54 \cdot a_{\star}.$
*Aus der Bedingung für den Systemwirkungsgrad &nbsp; &rArr; &nbsp; $10 \cdot {\rm lg} \, \eta > \hspace{0.1cm}&ndash;83.9 \ \rm dB $ ergibt sich somit die Bedingung für die charakteristische Kabeldämpfung:
:$$a_{\star} <  \frac{-83.9\,{\rm dB} + 9.3\,{\rm dB}} {-0.54} \approx138.1\,{\rm dB}  \hspace{0.05cm}.$$
 
*Mit der angegebenen Gleichung
:$$a_{\star} =  \frac{2.36\,{\rm dB} } {{\rm km} \cdot \sqrt{{\rm MHz}}} \cdot l \cdot \sqrt{{R_{\rm B}}/{2}}\hspace{0.05cm}.$$
 
:ist damit die maximale Kabellänge (Regeneratorfeldlänge) angebbar:
:$$l_{\rm max} =  \frac{138.1\,{\rm dB} } {2.36\,{\rm dB}/{\rm km} \cdot \sqrt{\rm MHz})\cdot \sqrt{500\,{\rm MHz}}} \hspace{0.15cm}\underline {\approx 2.62\,{\rm km}} \hspace{0.05cm}.$$
 
 
'''(5)'''&nbsp; Nach gleichem Vorgehen, aber in kompakterer Schreibweise, ergibt sich für dieses &bdquo;schlechtere&rdquo; System eine kleinere Regeneratorfeldlänge:
:$$l_{\rm max} =  \frac{-(83.9\,{\rm dB}+A)/B } {2.36\,{\rm dB}/{\rm km} \cdot \sqrt{500}} =  \frac{+(83.9+9.4)/1.10 } {2.36\cdot\sqrt{500}}\hspace{0.1cm}{\rm km}\hspace{0.15cm}\underline {\approx 1.61\, {\rm km}}\hspace{0.05cm}.$$
{{ML-Fuß}}
{{ML-Fuß}}


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[[Category:Aufgaben zu Digitalsignalübertragung|^3.5 Lineare Nyquistentzerrung^]]
[[Category:Aufgaben zu Digitalsignalübertragung|^3.5 Lineare Nyquistentzerrung^]]
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Aktuelle Version vom 16. März 2026, 16:04 Uhr

Ergebnisse einer Systemsimulation

Per Simulation wurde gezeigt, dass zwischen dem so genannten Systemwirkungsgrad  $\eta$  und der charakteristischen Kabeldämpfung  $a_*$  eines Koaxialkabels – beide in  $\rm dB$  aufgetragen – etwa ein linearer Zusammenhang besteht, wenn die charakteristische Kabeldämpfung hinreichend groß ist  $(a_* ≥ 40 \ \rm dB)$:

$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta \hspace{0.15cm} {\rm (in \hspace{0.15cm}dB)}= A + B \cdot a_{\star}\hspace{0.05cm}.$$

In der Tabelle sind für vier beispielhafte Systemvarianten die empirisch gefundenen Koeffizienten  $A$  und  $B$  angegeben:


Je größer der Systemwirkungsgrad  $\eta$  ist, um so besser ist ein System für einen gegebenen Wert  $a_*$  (und damit eine feste Kabellänge).


Für die Berecnung der Regeneratorfeldlänge (Abstand zweier Zwischenverstärker) ist zu beachten, dass

  • die ungünstigste Fehlerwahrscheinlichkeit nicht größer sein soll als  $10^{-10}$, woraus sich der minimale Sinkenstörabstand ergibt:
$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho_{\rm min} \approx 16.1\,{\rm dB} \hspace{0.05cm},$$
  • das logarithmierte Verhältnis von Sendeenergie (pro Bit) und AWGN–Rauschleistungsdichte ca.  $100 \ \rm dB$  beträgt, zum Beispiel:
$$s_0 = 3\,{\rm V},\hspace{0.2cm}R_{\rm B} = 1\,{\rm Gbit/s},\hspace{0.2cm}N_{\rm 0} = 9 \cdot 10^{-19}\,{\rm V^2/Hz}$$
$$\Rightarrow \hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}}= 10 \cdot {\rm lg} \hspace{0.1cm} \frac{9\,{\rm V^2} } {9 \cdot 10^{-19}\,{\rm V^2/Hz}\cdot 10^{-9}\,{\rm 1/s}}= 100\,{\rm dB} \hspace{0.05cm},$$
  • ein Normalkoaxialkabel mit den Abmessungen  $2.6 \ \rm mm$  (innen) und  $9.5 \ \rm mm$  (außen) eingesetzt werden soll, bei dem der folgende Zusammenhang gültig ist:
$$a_{\star} = \frac{2.36\,{\rm dB} } {{\rm km} \cdot \sqrtVorlage:\rm MHz} \cdot l \cdot \sqrt{{R_{\rm B}}/{2}}\hspace{0.05cm}.$$
Hierbei bezeichnet  $a_*$  die charakteristische Dämpfung bei der halben Bitrate – im Beispiel bei  $500 \ \rm MHz$  – und  $l$  die Kabellänge.


Hinweis:



Fragebogen

1 Welche der folgenden Aussagen sind zutreffend?

Das System  $({\rm ONE}, \ M = 8)$  ist für jedes beliebiges  $a_*$  am besten.
Das System  $({\rm GTP}, \ M = 2)$  ist für  $a_* ≥ 40 \ \rm dB$  am schlechtesten.

2 Ab welcher Kabeldämpfung ist  $({\rm GTP}, \ M = 8)$  besser als  $({\rm ONE}, \ M = 2)$?

$a_{\rm *, \ Grenz}\ = \ $ $\ \rm dB$

3 Welchen Minimalwert  $\eta_{\hspace{0.05cm}\rm min}$  darf der Systemwirkungsgrad auf keinen Fall unterschreiten?

$10 \cdot {\rm lg} \ \eta_{\hspace{0.05cm}\rm min} \ = \ $ $\ \rm dB$

4 Welche Länge darf das Koaxialkabel bei  $({\rm ONE}, \ M = 8)$  maximal besitzen?

$l_{\hspace{0.05cm}\rm max}\ = \ $ $\ \rm km$

5 Welche Länge darf das Koaxialkabel bei  $({\rm GTP}, \ M = 2)$  maximal besitzen?

$l_{\hspace{0.05cm}\rm max}\ = \ $ $\ \rm km$


Musterlösung

(1)  Berechnet man den Systemwirkungsgrad unter der Vorraussetzung $a_* = 40 \ \rm dB$, so erhält man für die vier Systemvarianten:

$$({\rm GTP},\hspace{0.1cm}M=2) \text{:}\hspace{0.3cm} 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= +9.4\,{\rm dB} -1.10 \cdot 40\,{\rm dB} = -34.6\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
$$({\rm GTP},\hspace{0.1cm}M=8) \text{:}\hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= -1.3\,{\rm dB} -0.91 \cdot 40\,{\rm dB} = -37.7\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
$$({\rm ONE},\hspace{0.1cm}M=2) \text{:}\hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta= +4.5\,{\rm dB} -0.96 \cdot 40 \,{\rm dB}= -33.9\,{\rm dB}\hspace{0.05cm},$$
$$({\rm ONE},\hspace{0.1cm}M=8) \text{:}\hspace{0.3cm} 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta = -9.3\,{\rm dB} -0.54 \cdot 40\,{\rm dB} = -30.9\,{\rm dB}\hspace{0.05cm}.$$

Daraus ergibt sich:

  • Die erste Aussage ist zutreffend, da das System $({\rm ONE},\hspace{0.1cm} M = 8)$ bereits bei $40 \ \rm dB$ Kabeldämpfung am besten ist und den günstigsten $\rm B$–Koeffizienten aufweist.
  • Dagegen trifft die zweite Aussage nicht zu, da zum Beispiel bei $40 \ \rm dB$ Kabeldämpfung das oktale $\rm GTP$–System schlechter ist als das binäre.


(2)  Als Bestimmungsgleichung benutzen wir hier:

$$-1.3\,{\rm dB} -0.91 \cdot a_{\star} = +4.5 \,{\rm dB}-0.96 \cdot a_{\star}\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm} 0.05 \cdot a_{\star} = 5.8\,{\rm dB}\hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm}a_{\star,\hspace{0.05cm}{\rm Grenz}} \hspace{0.15cm}\underline {= 116\,{\rm dB}}\hspace{0.05cm}.$$

Das heißt:

  • Bis zur charakteristischen Kabeldämpfung $a_* = 116 \ \rm dB$ (Anmerkung: dies ist ein unrealistisch großer Wert für derzeit realisierte Systeme) ist das binäre Nyquistsystem dem System $({\rm GTP},\hspace{0.1cm} M = 8)$ überlegen.
  • Erst für größere Werte als $a_{\rm *, \ Grenz} = 116 \ \rm dB$ überwiegt bei Letzterem der Vorteil $(M = 8$ und damit deutlich niedrigere Symbolrate$)$ gegenüber dem Nachteil $($oktale Entscheidung und dadurch größeres Gewicht der Impulsinterferenzen$)$.


(3)  Das Sinken–SNR soll mindestens $16.1 \ \rm dB$ betragen, das heißt es muss gelten:

$$10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho = 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}} + 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta \hspace{0.3cm}\Rightarrow \hspace{0.3cm}10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta \ >\ 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\rho_{\rm min} - 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\frac{s_0^2 }{N_0 \cdot R_{\rm B}} =\ 16.1- 100\hspace{0.15cm}\underline {= -83.9\,{\rm dB} = 10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta_{\hspace{0.05cm} \rm min}}\hspace{0.05cm}.$$


(4)  Beim hier betrachteten System gilt:   $10 \cdot {\rm lg}\hspace{0.1cm}\eta = -9.3\,{\rm dB} -0.54 \cdot a_{\star}.$

  • Aus der Bedingung für den Systemwirkungsgrad   ⇒   $10 \cdot {\rm lg} \, \eta > \hspace{0.1cm}–83.9 \ \rm dB $ ergibt sich somit die Bedingung für die charakteristische Kabeldämpfung:
$$a_{\star} < \frac{-83.9\,{\rm dB} + 9.3\,{\rm dB}} {-0.54} \approx138.1\,{\rm dB} \hspace{0.05cm}.$$
  • Mit der angegebenen Gleichung
$$a_{\star} = \frac{2.36\,{\rm dB} } {{\rm km} \cdot \sqrtVorlage:\rm MHz} \cdot l \cdot \sqrt{{R_{\rm B}}/{2}}\hspace{0.05cm}.$$
ist damit die maximale Kabellänge (Regeneratorfeldlänge) angebbar:
$$l_{\rm max} = \frac{138.1\,{\rm dB} } {2.36\,{\rm dB}/{\rm km} \cdot \sqrt{\rm MHz})\cdot \sqrt{500\,{\rm MHz}}} \hspace{0.15cm}\underline {\approx 2.62\,{\rm km}} \hspace{0.05cm}.$$


(5)  Nach gleichem Vorgehen, aber in kompakterer Schreibweise, ergibt sich für dieses „schlechtere” System eine kleinere Regeneratorfeldlänge:

$$l_{\rm max} = \frac{-(83.9\,{\rm dB}+A)/B } {2.36\,{\rm dB}/{\rm km} \cdot \sqrt{500}} = \frac{+(83.9+9.4)/1.10 } {2.36\cdot\sqrt{500}}\hspace{0.1cm}{\rm km}\hspace{0.15cm}\underline {\approx 1.61\, {\rm km}}\hspace{0.05cm}.$$