Aufgaben:Aufgabe 1.09: Erweiterter Hamming–Code: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:P_ID2396__KC_A_1_9.png|right|frame|(7, 4) Hamming –  (8, 4) Erweiterung]]
[[Datei:P_ID2396__KC_A_1_9.png|right|frame|$\text{(7, 4)}$&ndash;Hamming–Code (gelb hinterlegt) <br>und&nbsp; $\text{(8, 4)}$&ndash;Erweiterung (grün)]]


Es sollen zwei Codes miteinander verglichen werden, deren Codetabellen rechts angegeben sind. Die ersten vier Bit eines jeden Codewortes <u>''x''</u> geben das jeweilige Informationswort <u>''u''</u> wider (schwarze Schrift). Danach folgen $m = n k$ Prüfbit (rote Schrift).
Es sollen zwei Codes miteinander verglichen werden,&nbsp; deren Codetabellen rechts angegeben sind.  
*Die ersten vier Bit eines jeden Codewortes&nbsp; $\underline{x}$&nbsp; sind gleich dem jeweiligen Informationswort&nbsp; $\underline{u}$&nbsp; (schwarze Schrift).
*Danach folgen&nbsp; $m = n- k$&nbsp; Prüfbit&nbsp; (rote Schrift).


*Der systematische (7, 4)–Hamming–Code wurde bereits in [[Aufgaben:1.6_Zum_(7,_4)–Hamming–Code|Aufgabe 1.6]] sowie [[Aufgaben:1.07_H_und_G_des_(7,_4)–Hamming–Codes|Aufgabe 1.07]] behandelt. Prüfmatrix und Generatormatrix dieses Codes sind wie folgt gegeben:
 
Der systematische&nbsp; $\text{(7, 4)}$–Hamming–Code wurde bereits in&nbsp; [[Aufgaben:1.6_Zum_(7,_4)–Hamming–Code|"Aufgabe 1.6"]]&nbsp; sowie&nbsp; [[Aufgaben:Aufgabe_1.07:_Prüf-_und_Generatormatrix_des_HC_(7,_4,_3)|"Aufgabe 1.7"]]&nbsp; behandelt.&nbsp; Prüfmatrix und Generatormatrix dieses Codes sind wie folgt gegeben:
:$${ \boldsymbol{\rm H}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm},$$
:$${ \boldsymbol{\rm H}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm},$$


:$${ \boldsymbol{\rm G}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &0 &0 &0 &1 &0 &1\\ 0 &1 &0 &0 &1 &1 &0\\ 0 &0 &1 &0 &0 &1 &1\\ 0 &0 &0 &1 &1 &1 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm}.$$
:$${ \boldsymbol{\rm G}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &0 &0 &0 &1 &0 &1\\ 0 &1 &0 &0 &1 &1 &0\\ 0 &0 &1 &0 &0 &1 &1\\ 0 &0 &0 &1 &1 &1 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm}.$$


Im weiteren Verlauf der Aufgabe wird dieser (gelb hinterlegte) Code $C_{1}$ genannt.
Im weiteren Verlauf der Aufgabe wird dieser (gelb hinterlegte) Code&nbsp; $\mathcal{C}_{1}$&nbsp; genannt.


*Die rechte Spalte in obiger Tabelle gibt einen Blockcode mit den Parametern $n = 8$ und $k = 4$ an, der in der Literatur meist als „erweiteter Hamming–Code” bezeichnet wird. Wir nennen diesen (grün hinterlegten) Code im Folgenden $C_{2}$ und bezeichnen dessen Prüfmatrix mit ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$ und die dazugehörige Generatormatrix mit ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$ .
Die rechte Spalte in obiger Tabelle gibt einen Blockcode mit den Parametern&nbsp; $n = 8$&nbsp; und&nbsp; $k = 4$&nbsp; an,&nbsp; der in der Literatur meist als&nbsp; „Erweiterter Hamming–Code”&nbsp; bezeichnet wird.&nbsp; Wir nennen diesen&nbsp; (grün hinterlegten)&nbsp; Code im Folgenden &nbsp; $\mathcal{C}_{2}$ &nbsp; und bezeichnen dessen Prüfmatrix mit&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$&nbsp; und die dazugehörige Generatormatrix mit&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$ .


Die Fragen zu dieser Aufgabe beziehen sich auf
Die Fragen zu dieser Aufgabe beziehen sich auf
*die [[Kanalcodierung/Zielsetzung_der_Kanalcodierung#Einige_wichtige_Definitionen_zur_Blockcodierung|Coderate]],
*die&nbsp; [[Kanalcodierung/Zielsetzung_der_Kanalcodierung#Einige_wichtige_Definitionen_zur_Blockcodierung|"Coderate"]],
*die [[Kanalcodierung/Zielsetzung_der_Kanalcodierung#Einige_wichtige_Definitionen_zur_Blockcodierung|minimale Distanz]] zwischen zwei Codeworten,
 
*die [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Codefestlegung_durch_die_Pr.C3.BCfmatrix|Prüfmatrix]] und die [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Codefestlegung_durch_die_Generatormatrix|Generatormatrix]] des erweiterten (8, 4)–Hamming–Codes.
*die&nbsp; [[Kanalcodierung/Zielsetzung_der_Kanalcodierung#Einige_wichtige_Definitionen_zur_Blockcodierung|"minimale Distanz"]]&nbsp; zwischen zwei Codewörter,
 
*die&nbsp; [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Codefestlegung_durch_die_Pr.C3.BCfmatrix|"Prüfmatrix"]]&nbsp; und die&nbsp; [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Codefestlegung_durch_die_Generatormatrix|"Generatormatrix"]]&nbsp; des erweiterten&nbsp; $\text{(8, 4)}$–Hamming–Codes.
 
 
 
 
Hinweise:
 
*Die Aufgabe gehört zum Kapitel&nbsp; [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes|"Allgemeine Beschreibung linearer Blockcodes"]].
 
*Beachten Sie bei der Lösung,&nbsp; dass&nbsp; $\mathcal{C}_{1}$&nbsp; und&nbsp; $\mathcal{C}_{2}$&nbsp; jeweils&nbsp; [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Systematische_Codes|"systematische Codes"]]&nbsp; sind.
*Die folgende&nbsp; [[Aufgaben:Aufgabe_1.09Z:_Erweiterung_und/oder_Punktierung|"Aufgabe 1.9Z"]]&nbsp; behandelt die Erweiterung von Codes in etwas allgemeinerer Form.




''Hinweis'' :


Die Aufgabe gehört zu [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes|Kapitel Allgemeine Beschreibung linearer Blockcodes]]. Beachten Sie bei der Lösung, dass $C_{1}$ und $C_{2}$ jeweils [[Kanalcodierung/Allgemeine_Beschreibung_linearer_Blockcodes#Systematische_Codes|systematische Codes]] sind. Die nachfolgende [[Aufgaben:1.09Z_Erweiterung_–_Punktierung|Aufgabe 1.09Z]] behandelt die Erweiterung von Codes in etwas allgemeinerer Form.
===Fragebogen===
===Fragebogen===


<quiz display=simple>
<quiz display=simple>
{Multiple-Choice Frage
 
{Geben Sie die Coderaten von&nbsp; $\mathcal{C}_{1}$&nbsp; und&nbsp; $\mathcal{C}_{2}$&nbsp; an.
|type="{}"}
$\mathcal{C}_{1}\text{:}\hspace{0.4cm}R \ = \ $ { 0.571 3% }
$\mathcal{C}_{2}\text{:}\hspace{0.4cm}R \ = \ $ { 0.5 3% }
 
 
{Geben Sie die minimalen Distanzen von&nbsp; $\mathcal{C}_{1}$&nbsp; und&nbsp; $\mathcal{C}_{2}$&nbsp; an.
|type="{}"}
$\mathcal{C}_{1}\text{:}\hspace{0.4cm}d_{\rm min} \ = \ $ { 3 }
$\mathcal{C}_{2}\text{:}\hspace{0.4cm}d_{\rm min} \ = \ $ { 4 }
 
 
{Welches Format besitzt die Prüfmatrix&nbsp; $\boldsymbol{\rm H}_{2}$&nbsp; von&nbsp; $\mathcal{C}_{2}$?
|type="{}"}
${\rm Spaltenzahl} \ = \ $ { 8 }
${\rm Zeilenzahl} \ = \ $    { 4 }
 
{Leiten Sie aus der Codetabelle die Gleichung für das Codebit&nbsp; $x_ {8} (= p_{4})$&nbsp; ab.&nbsp; Welche Angabe ist richtig?
|type="()"}
 
- $x_{8} = 0.$
- $x_{8} = x_{1}⊕x_{2}⊕x_{4}⊕x_{5}.$
+ $x_{8} = x_{1}⊕x_{2}⊕x_{3}⊕x_{4}⊕x_{5}⊕x_{6}⊕x_{7}.$
 
{Welche Aussagen gelten für&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$? Hinweis: &nbsp;Richtig sind drei von vier Antworten.
|type="[]"}
|type="[]"}
- Falsch
 
+ Richtig
+ Die Zeile 1 lautet:  &nbsp; $1 1 0 1 1 0 0 0$.
+ Die Zeile 2 lautet:  &nbsp; $0 1 1 1 0 1 0 0$.
- Die Zeile 3 lautet:  &nbsp;  $0 0 0 0 1 1 1 1$.
+ Die Zeile 4 lautet:  &nbsp;  $1 1 1 1 1 1 1 1$.
 
{Welche Umformung ist für die letzte Zeile von&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$&nbsp; zulässig?
|type="()"}
- $1 1 1 1 1 1 1 1  →  0 0 0 0 0 0 0 0,$
+ $1 1 1 1 1 1 1 1  →  1 1 1 0 0 0 0 1,$
- $1 1 1 1 1 1 1 1  →  0 0 1 0 1 0 0 0.$
 
{Geben Sie die zugehörige Generatormatrix&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp; an.&nbsp; Welche Aussagen treffen zu?
|type="[]"}
- ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp; hat gleiches Format wie die Matrix&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$&nbsp;  des&nbsp; $\text{(7, 4)}$–Codes.
+ ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp;  beginnt wie&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$&nbsp;  mit einer Diagonalmatrix&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm I}}_{4}$ .
+ ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp;  hat im betrachteten Beispiel das gleiche Format wie&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$ .
 




{Input-Box Frage
|type="{}"}
$\alpha$ = { 0.3 }




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===Musterlösung===
===Musterlösung===
{{ML-Kopf}}
{{ML-Kopf}}
'''1.'''
'''(1)'''&nbsp; Die entsprechende Gleichung für die Coderate lautet in beiden Fällen&nbsp; $R = k/n\text{:}$
'''2.'''
*$\mathcal{C}_{1} \text{:} \ \ n = 7, k = 4\  ⇒ \ R = 4/7 \ \underline {= 0.571},$
'''3.'''
 
'''4.'''
*$\mathcal{C}_{2} \text{:} \ \ n = 8, k = 4 \ ⇒ \ R = 4/8 \ \underline { =0.5}.$
'''5.'''
 
'''6.'''
 
'''7.'''
 
'''(2)'''&nbsp; Die minimale Distanz des&nbsp; $(7, 4, 3)$–Hamming–Codes&nbsp; $\mathcal{C}_{1}$&nbsp; beträgt&nbsp; $d_{\rm min} \ \underline{= 3}$,&nbsp; was allein schon aus der Namensgebung ablesbar ist.
 
*Aus der Tabelle auf der Angabenseite ist ersichtlich,&nbsp; dass für den erweiterten Hamming–Code&nbsp; $d_{\rm min}\ \underline{= 4}$&nbsp; gilt.
 
* $\mathcal{C}_{2}$&nbsp; bezeichnet man deshalb in der Literatur auch als einen&nbsp; $(8, 4, 4)$–Blockcode.
 
 
 
'''(3)'''&nbsp; Die Prüfmatrix&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}$&nbsp; besteht im Allgemeinen aus&nbsp; $n$&nbsp; Spalten und&nbsp; $m = n - k$&nbsp; Zeilen,&nbsp; wobei&nbsp; $m$&nbsp; die Anzahl der Prüfgleichungen angibt.
*Beim&nbsp; $(7, 4, 3)$–Hamming–Code ist&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}$&nbsp; eine&nbsp; $3 × 7$–Matrix.
 
*Für den erweiterten Hamming–Code &nbsp; ⇒ &nbsp; Code &nbsp; $\mathcal{C}_{2}$&nbsp; gilt demgegenüber&nbsp; $\underline{n = 8}$&nbsp; (Spaltenzahl)&nbsp; und&nbsp; $\underline{m = 4}$&nbsp; (Zeilenzahl).
 
 
 
'''(4)'''&nbsp; Aus der Codetabelle auf der Angabenseite erkennt man,&nbsp; dass allein&nbsp; <u>Antwort 3</u> richtig ist.
*Das Prüfbit&nbsp; $p_{4}$&nbsp; ist so zu bestimmen,&nbsp; dass die Modulo–2–Summe über alle Bits des Codewortes den Wert&nbsp; $0$&nbsp; ergibt.
 
 
 
'''(5)'''&nbsp; Anzumerken ist zunächst,&nbsp; dass die Angabe der Prüfmatrix nie eindeutig ist,&nbsp; schon allein deshalb,&nbsp; weil die Reihenfolge der Prüfgleichungen vertauschbar ist.
*Unter Berücksichtigung des Hinweises,&nbsp; dass nur eine der vorgegebenen Zeilen falsch ist,&nbsp; ist&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$&nbsp; allerdings eindeutig bestimmt:
 
:$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 &0\\ 1 &1 &1 &1 &1 &1 &1 &1 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$
 
*Richtig sind also die&nbsp; <u>Aussagen 1, 2 und 4</u>.&nbsp; Die Zeilen dieser Prüfmatrix stehen in dieser Reihenfolge für die vier Prüfgleichungen:
 
:$$ x_1\oplus  x_2 \oplus x_4 \oplus x_5 = 0 \hspace{0.05cm},$$
:$$x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_6 = 0 \hspace{0.05cm},$$
:$$ x_1  \oplus  x_3 \oplus x_4 \oplus x_7 = 0 \hspace{0.05cm},$$
:$$ x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_5 \oplus x_6 \oplus x_7 \oplus x_8 = 0 \hspace{0.05cm}.$$
 
 
'''(6)'''&nbsp;  Richtig ist die&nbsp; <u>Antwort 2</u>:
*Zu diesem Ergebnis kommt man,&nbsp; wenn man die letzte Zeile durch die Modulo–2–Summe über alle vier Zeilen ersetzt,&nbsp; was erlaubt ist.
*Der Vorschlag 1 stellt keine Prüfgleichung dar.
*Der Vorschlag 3 steht für die Prüfgleichung&nbsp; $x_{3}⊕x_{5} = 0$,&nbsp; was auch nicht den Gegebenheiten entspricht.
 
 
Entsprechend dem richtigen Lösungsvorschlag 2 wird dagegen die Prüfgleichung
:$$x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_5 \oplus x_6 \oplus x_7 \oplus x_8 = 0$$
durch folgende neue Prüfgleichung ersetzt:
:$$x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_8 = 0 \hspace{0.05cm}.$$
Die modifizierte Prüfmatrix lautet nun:
:$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 &0\\ 1 &1 &1 &0 &0 &0 &0 &1 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$
 
 
'''(7)'''&nbsp;  Nach dieser Matrixmanipulation liegt&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$&nbsp; in der für systematische Codes typischen Form vor:
 
:$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 =\left({ \boldsymbol{\rm P}}^{\rm T} \: ; \: { \boldsymbol{\rm I}}_m \right)\hspace{0.3cm} \Rightarrow\hspace{0.3cm} m = 4 {\rm :}\hspace{0.3cm}{ \boldsymbol{\rm H}}_2 =\left({ \boldsymbol{\rm P}}^{\rm T} \: ; \: { \boldsymbol{\rm I}}_4 \right) \hspace{0.05cm}.$$
 
Damit lautet die Generatormatrix:
:$${ \boldsymbol{\rm G_{2}}} =\left({ \boldsymbol{\rm I}}_4 \: ; \: { \boldsymbol{\rm P}}\right) = \begin{pmatrix} 1 &0 &0 &0 &1 &0 &1 &1\\ 0 &1 &0 &0 &1 &1 &0 &1\\ 0 &0 &1 &0 &0 &1 &1 &1\\ 0 &0 &0 &1 &1 &1 &1 &0 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$
 
Richtig sind also die&nbsp; <u>Aussagen 2 und 3</u>:
* ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp; beginnt wie&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$&nbsp;  (siehe Angabenblatt)&nbsp; mit einer Diagonalmatrix&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm I}}_{4}$,&nbsp; hat aber im Gegensatz zu&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$&nbsp; nun acht Spalten.
*Im vorliegenden Fall&nbsp; $n = 8, \ k = 4 \ ⇒ \ m = 4$&nbsp; sind sowohl&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$&nbsp; als auch&nbsp; ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$&nbsp; jeweils&nbsp; $4×8$–Matrizen.
{{ML-Fuß}}
{{ML-Fuß}}






[[Category:Aufgaben zu  Kanalcodierung|^1.4 Allgemeine Beschreibung linearer Blockcodes
[[Category:Aufgaben zu  Kanalcodierung|^1.4 Beschreibung linearer Blockcodes


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[[en:Aufgaben:Exercise_1.09:_Extended_Hamming_Code]]

Aktuelle Version vom 16. März 2026, 14:34 Uhr

$\text{(7, 4)}$–Hamming–Code (gelb hinterlegt)
und  $\text{(8, 4)}$–Erweiterung (grün)

Es sollen zwei Codes miteinander verglichen werden,  deren Codetabellen rechts angegeben sind.

  • Die ersten vier Bit eines jeden Codewortes  $\underline{x}$  sind gleich dem jeweiligen Informationswort  $\underline{u}$  (schwarze Schrift).
  • Danach folgen  $m = n- k$  Prüfbit  (rote Schrift).


Der systematische  $\text{(7, 4)}$–Hamming–Code wurde bereits in  "Aufgabe 1.6"  sowie  "Aufgabe 1.7"  behandelt.  Prüfmatrix und Generatormatrix dieses Codes sind wie folgt gegeben:

$${ \boldsymbol{\rm H}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm},$$
$${ \boldsymbol{\rm G}}_1 = \begin{pmatrix} 1 &0 &0 &0 &1 &0 &1\\ 0 &1 &0 &0 &1 &1 &0\\ 0 &0 &1 &0 &0 &1 &1\\ 0 &0 &0 &1 &1 &1 &1 \end{pmatrix}\hspace{0.05cm}.$$

Im weiteren Verlauf der Aufgabe wird dieser (gelb hinterlegte) Code  $\mathcal{C}_{1}$  genannt.

Die rechte Spalte in obiger Tabelle gibt einen Blockcode mit den Parametern  $n = 8$  und  $k = 4$  an,  der in der Literatur meist als  „Erweiterter Hamming–Code”  bezeichnet wird.  Wir nennen diesen  (grün hinterlegten)  Code im Folgenden   $\mathcal{C}_{2}$   und bezeichnen dessen Prüfmatrix mit  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$  und die dazugehörige Generatormatrix mit  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$ .

Die Fragen zu dieser Aufgabe beziehen sich auf



Hinweise:

  • Beachten Sie bei der Lösung,  dass  $\mathcal{C}_{1}$  und  $\mathcal{C}_{2}$  jeweils  "systematische Codes"  sind.
  • Die folgende  "Aufgabe 1.9Z"  behandelt die Erweiterung von Codes in etwas allgemeinerer Form.



Fragebogen

1 Geben Sie die Coderaten von  $\mathcal{C}_{1}$  und  $\mathcal{C}_{2}$  an.

$\mathcal{C}_{1}\text{:}\hspace{0.4cm}R \ = \ $
$\mathcal{C}_{2}\text{:}\hspace{0.4cm}R \ = \ $

2 Geben Sie die minimalen Distanzen von  $\mathcal{C}_{1}$  und  $\mathcal{C}_{2}$  an.

$\mathcal{C}_{1}\text{:}\hspace{0.4cm}d_{\rm min} \ = \ $
$\mathcal{C}_{2}\text{:}\hspace{0.4cm}d_{\rm min} \ = \ $

3 Welches Format besitzt die Prüfmatrix  $\boldsymbol{\rm H}_{2}$  von  $\mathcal{C}_{2}$?

${\rm Spaltenzahl} \ = \ $
${\rm Zeilenzahl} \ = \ $

4 Leiten Sie aus der Codetabelle die Gleichung für das Codebit  $x_ {8} (= p_{4})$  ab.  Welche Angabe ist richtig?

$x_{8} = 0.$
$x_{8} = x_{1}⊕x_{2}⊕x_{4}⊕x_{5}.$
$x_{8} = x_{1}⊕x_{2}⊕x_{3}⊕x_{4}⊕x_{5}⊕x_{6}⊕x_{7}.$

5 Welche Aussagen gelten für  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$? Hinweis:  Richtig sind drei von vier Antworten.

Die Zeile 1 lautet:   $1 1 0 1 1 0 0 0$.
Die Zeile 2 lautet:   $0 1 1 1 0 1 0 0$.
Die Zeile 3 lautet:   $0 0 0 0 1 1 1 1$.
Die Zeile 4 lautet:   $1 1 1 1 1 1 1 1$.

6 Welche Umformung ist für die letzte Zeile von  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$  zulässig?

$1 1 1 1 1 1 1 1 → 0 0 0 0 0 0 0 0,$
$1 1 1 1 1 1 1 1 → 1 1 1 0 0 0 0 1,$
$1 1 1 1 1 1 1 1 → 0 0 1 0 1 0 0 0.$

7 Geben Sie die zugehörige Generatormatrix  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  an.  Welche Aussagen treffen zu?

${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  hat gleiches Format wie die Matrix  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$  des  $\text{(7, 4)}$–Codes.
${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  beginnt wie  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$  mit einer Diagonalmatrix  ${ \boldsymbol{\rm I}}_{4}$ .
${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  hat im betrachteten Beispiel das gleiche Format wie  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$ .


Musterlösung

(1)  Die entsprechende Gleichung für die Coderate lautet in beiden Fällen  $R = k/n\text{:}$

  • $\mathcal{C}_{1} \text{:} \ \ n = 7, k = 4\ ⇒ \ R = 4/7 \ \underline {= 0.571},$
  • $\mathcal{C}_{2} \text{:} \ \ n = 8, k = 4 \ ⇒ \ R = 4/8 \ \underline { =0.5}.$


(2)  Die minimale Distanz des  $(7, 4, 3)$–Hamming–Codes  $\mathcal{C}_{1}$  beträgt  $d_{\rm min} \ \underline{= 3}$,  was allein schon aus der Namensgebung ablesbar ist.

  • Aus der Tabelle auf der Angabenseite ist ersichtlich,  dass für den erweiterten Hamming–Code  $d_{\rm min}\ \underline{= 4}$  gilt.
  • $\mathcal{C}_{2}$  bezeichnet man deshalb in der Literatur auch als einen  $(8, 4, 4)$–Blockcode.


(3)  Die Prüfmatrix  ${ \boldsymbol{\rm H}}$  besteht im Allgemeinen aus  $n$  Spalten und  $m = n - k$  Zeilen,  wobei  $m$  die Anzahl der Prüfgleichungen angibt.

  • Beim  $(7, 4, 3)$–Hamming–Code ist  ${ \boldsymbol{\rm H}}$  eine  $3 × 7$–Matrix.
  • Für den erweiterten Hamming–Code   ⇒   Code   $\mathcal{C}_{2}$  gilt demgegenüber  $\underline{n = 8}$  (Spaltenzahl)  und  $\underline{m = 4}$  (Zeilenzahl).


(4)  Aus der Codetabelle auf der Angabenseite erkennt man,  dass allein  Antwort 3 richtig ist.

  • Das Prüfbit  $p_{4}$  ist so zu bestimmen,  dass die Modulo–2–Summe über alle Bits des Codewortes den Wert  $0$  ergibt.


(5)  Anzumerken ist zunächst,  dass die Angabe der Prüfmatrix nie eindeutig ist,  schon allein deshalb,  weil die Reihenfolge der Prüfgleichungen vertauschbar ist.

  • Unter Berücksichtigung des Hinweises,  dass nur eine der vorgegebenen Zeilen falsch ist,  ist  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$  allerdings eindeutig bestimmt:
$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 &0\\ 1 &1 &1 &1 &1 &1 &1 &1 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$
  • Richtig sind also die  Aussagen 1, 2 und 4.  Die Zeilen dieser Prüfmatrix stehen in dieser Reihenfolge für die vier Prüfgleichungen:
$$ x_1\oplus x_2 \oplus x_4 \oplus x_5 = 0 \hspace{0.05cm},$$
$$x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_6 = 0 \hspace{0.05cm},$$
$$ x_1 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_7 = 0 \hspace{0.05cm},$$
$$ x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_5 \oplus x_6 \oplus x_7 \oplus x_8 = 0 \hspace{0.05cm}.$$


(6)  Richtig ist die  Antwort 2:

  • Zu diesem Ergebnis kommt man,  wenn man die letzte Zeile durch die Modulo–2–Summe über alle vier Zeilen ersetzt,  was erlaubt ist.
  • Der Vorschlag 1 stellt keine Prüfgleichung dar.
  • Der Vorschlag 3 steht für die Prüfgleichung  $x_{3}⊕x_{5} = 0$,  was auch nicht den Gegebenheiten entspricht.


Entsprechend dem richtigen Lösungsvorschlag 2 wird dagegen die Prüfgleichung

$$x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_4 \oplus x_5 \oplus x_6 \oplus x_7 \oplus x_8 = 0$$

durch folgende neue Prüfgleichung ersetzt:

$$x_1 \oplus x_2 \oplus x_3 \oplus x_8 = 0 \hspace{0.05cm}.$$

Die modifizierte Prüfmatrix lautet nun:

$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 = \begin{pmatrix} 1 &1 &0 &1 &1 &0 &0 &0\\ 0 &1 &1 &1 &0 &1 &0 &0\\ 1 &0 &1 &1 &0 &0 &1 &0\\ 1 &1 &1 &0 &0 &0 &0 &1 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$


(7)  Nach dieser Matrixmanipulation liegt  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$  in der für systematische Codes typischen Form vor:

$${ \boldsymbol{\rm H}}_2 =\left({ \boldsymbol{\rm P}}^{\rm T} \: ; \: { \boldsymbol{\rm I}}_m \right)\hspace{0.3cm} \Rightarrow\hspace{0.3cm} m = 4 {\rm :}\hspace{0.3cm}{ \boldsymbol{\rm H}}_2 =\left({ \boldsymbol{\rm P}}^{\rm T} \: ; \: { \boldsymbol{\rm I}}_4 \right) \hspace{0.05cm}.$$

Damit lautet die Generatormatrix:

$${ \boldsymbol{\rm G_{2}}} =\left({ \boldsymbol{\rm I}}_4 \: ; \: { \boldsymbol{\rm P}}\right) = \begin{pmatrix} 1 &0 &0 &0 &1 &0 &1 &1\\ 0 &1 &0 &0 &1 &1 &0 &1\\ 0 &0 &1 &0 &0 &1 &1 &1\\ 0 &0 &0 &1 &1 &1 &1 &0 \end{pmatrix} \hspace{0.05cm}.$$

Richtig sind also die  Aussagen 2 und 3:

  • ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  beginnt wie  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$  (siehe Angabenblatt)  mit einer Diagonalmatrix  ${ \boldsymbol{\rm I}}_{4}$,  hat aber im Gegensatz zu  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{1}$  nun acht Spalten.
  • Im vorliegenden Fall  $n = 8, \ k = 4 \ ⇒ \ m = 4$  sind sowohl  ${ \boldsymbol{\rm G}}_{2}$  als auch  ${ \boldsymbol{\rm H}}_{2}$  jeweils  $4×8$–Matrizen.