Aus der Definition auf der letzten Seite können folgende Kenngrößen abgeleitet werden:
Die Varianzσ2 der betrachteten Zufallsgröße ist das Zentralmoment zweiter Ordnung (µ2). Diese entspricht physikalisch der Wechselleistung, während die Streuung σ den Effektivwert angibt. Aus dem linearen und dem quadratischen Mittelwert ist die Varianz nach dem Satz von Steiner in folgender Weise berechenbar:
Die Charliersche SchiefeS bezeichnet das auf σ3 bezogene Zentralmoment 3. Ordnung. Bei symmetrischer Dichtefunktion ist diese Kenngröße immer 0. Je größer S = µ3/σ3 ist, um so unsymmetrischer verläuft die WDF um den Mittelwert m1. Beispielsweise ergibt sich für die Exponentialverteilung die Schiefe S = 2, und zwar unabhängig vom Verteilungsparameter λ.
Auch das Zentralmoment vierter Ordnung spielt für die Analyse statistischer Größen eine Rolle. Als Kurtosis bezeichnet man den Quotienten K = µ4/σ4. Bei einer gaußverteilten Zufallsgröße ergibt sich hierfür immer der Wert K = 3.
Weist die WDF weniger Ausläufer auf als die Gaußverteilung, so ist die Kurtosis kleiner als 3. Ein Beispiel hierfür ist die Gleichverteilung mit K = 1.8. Dagegen ist ein Kurtosiswert größer als 3 ein Hinweis dafür, dass die Ausläufer ausgeprägter als bei der Gaußverteilung sind. Beispielsweise ergibt sich für die zweiseitige Exponentialverteilung der Wert K = 6.