Abschnitt: 4.6 Kreuzkorrelationsfunktion und Kreuzleistungsdichte
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Eigenschaften der Kreuzkorrelationsfunktion

Nachfolgend sind wesentliche Eigenschaften der Kreuzkorrelationsfunktion zusammengestellt und die wichtigsten Unterschiede zur AKF herausgearbeitet.
  • Die Bildung der Kreuzkorrelationsfunktion ist nicht kommutativ. Vielmehr gibt es stets zwei unterschiedliche Funktionen, nämlich
  • Zwischen den beiden Funktionen besteht der Zusammenhang φyx(τ) = φxy(–τ). Im Beispiel auf der letzten Seite hätte φyx(τ) sein Maximum bei τ = –3 ms.
  • Im Allgemeinen tritt das KKF-Maximum nicht bei τ = 0 auf (Ausnahme: y = α · x) und dem KKF-Wert φxy(τ = 0) kommt keine besondere, physikalisch interpretierbare Bedeutung zu wie bei der AKF, bei der dieser Wert die Prozessleistung wiedergibt.
  • Der Betrag der KKF ist nach der Schwarzschen Ungleichung für alle τ-Werte kleiner oder gleich dem geometrischen Mittel der beiden Signalleistungen:
  • Im Beispiel auf der letzten Seite gilt das Gleichheitszeichen:
  • Beinhalten x(t) und y(t) keinen gemeinsamen periodischen Anteil, so zeigt der Grenzwert der KKF für τ → ∞ das Produkt der beiden Mittelwerte an:
  • Sind zwei Signale x(t) und y(t) unkorreliert, so gilt φxy(τ) ≡ 0, das heißt, es ist φxy(τ) = 0 für alle Werte von τ. Diese Annahme ist beispielsweise bei der gemeinsamen Betrachtung eines Nutz- und eines Störsignals in den meisten Fällen gerechtfertigt.
  • Es ist jedoch zu beachten, dass die KKF nur die linearen statistischen Bindungen zwischen den Signalen x(t) und y(t) beinhaltet. Bindungen anderer Art – wie beispielsweise y(t) = x(t)2 – werden bei der KKF-Bildung dagegen nicht berücksichtigt.
 
 

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