Abschnitt: 4.5 Leistungsdichtespektrum (LDS)
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Theorem von Wiener-Chintchine

Im Weiteren beschränken wir uns auf ergodische Prozesse. Wie im Kapitel 4.4 gezeigt wurde, gelten dann die folgenden Aussagen:
  • Jede einzelne Musterfunktion xi(t) ist repräsentativ für den gesamten Zufallsprozess {xi(t)}. Alle Zeitmittelwerte sind somit identisch mit den dazugehörigen Scharmittelwerten.
  • Die Autokorrelationsfunktion, die allgemein von den beiden Zeitparametern t1 und t2 beeinflusst wird, hängt nur noch von der Zeitdifferenz τ = t2t1 ab:
Diese Funktion liefert quantitative Aussagen über die (linearen) statistischen Bindungen innerhalb des ergodischen Prozesses {xi(t)} im Zeitbereich. Die äquivalente Beschreibungsgröße im Frequenzbereich ist die spektrale Leistungsdichte, häufig auch als Leistungsdichtespektrum (LDS) bezeichnet.
Definition: Das Leistungsdichtespektrum (LDS) eines ergodischen Zufallsprozesses {xi(t)} ist die Fouriertransformierte der Autokorrelationsfunktion (AKF):
Diesen Funktionalzusammenhang bezeichnet man auch als das Theorem von Wiener und Chintchine.
Ebenso kann die AKF als Fourierrücktransformierte des LDS berechnet werden (siehe Kapitel 3.1 des Buches „Signaldarstellung”):
Beide Gleichungen sind nur dann direkt anwendbar, wenn der Zufallsprozess weder einen Gleichanteil noch periodische Anteile beinhaltet. Andernfalls muss man entsprechend den Angaben auf Seite 4 dieses Abschnitts vorgehen: Spektrale Leistungsdichte mit Gleichsignalkomponente.
 
 

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