Abschnitt: 4.4 Autokorrelationsfunktion (AKF)
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Ergodizität

Eine wichtige Unterklasse der stationären Zufallsprozesse sind die so genannten ergodischen Prozesse mit folgenden Eigenschaften:
  • Bei einem ergodischen Prozess {xi(t)} ist jede einzelne Musterfunktion xi(t) repräsentativ für das gesamte Ensemble.
  • Alle statistischen Beschreibungsgrößen eines ergodischen Prozesses lassen sich aus einer einzigen Musterfunktion durch Zeitmittelung gewinnen (Mittelung über die Laufvariable ν).
  • Das bedeutet auch, dass beim ergodischen Prozess die Zeitmittelwerte einer jeden Musterfunktion mit den entsprechenden Scharmittelwerten zu beliebigen Zeitpunkten übereinstimmen.
  • Beispielsweise gilt bei Ergodizität für das Moment k-ter Ordnung:
Die überstreichende Linie kennzeichnet hierbei den Zeitmittelwert, während der Scharmittelwert durch Erwartungswertswertbildung E[ ... ] zu ermitteln ist, wie in Kapitel 2.2 beschrieben.

Anmerkung: Die Ergodizität lässt sich aus einer endlichen Anzahl von Musterfunktionen und endlichen Signalausschnitten nicht nachweisen. Allerdings wird in den meisten Anwendungen zwar hypothetisch – aber trotzdem durchaus berechtigt – von Ergodizität ausgegangen. Anhand der gefundenen Ergebnisse muss anschließend die Plausibilität dieser Ergodizitätshypothese überprüft werden.
 
 

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