Abschnitt: 4.4 Autokorrelationsfunktion (AKF)
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Zufallsprozesse (1)

Ein wichtiger Begriff der stochastischen Signaltheorie ist der Zufallsprozess. Nachfolgend sind einige Charakteristika eines solchen stochastischen Prozesses – diese Bezeichnungen werden sowohl in der Literatur als auch in diesem Tutorial synonym verwendet – zusammengestellt:
  • Unter einem Zufallsprozess {xi(t)} verstehen wir ein mathematisches Modell für ein Ensemble von Zufallssignalen, die sich zwar im Detail durchaus voneinander unterscheiden, trotzdem aber gewisse gemeinsame Eigenschaften aufweisen.
  • Zur Beschreibung eines solchen Zufallsprozesses {xi(t)} gehen wir von der Vorstellung aus, dass beliebig viele, in ihren physikalischen und dadurch auch statistischen Eigenschaften völlig gleiche Zufallsgeneratoren vorhanden sind, von denen jeder ein Zufallssignal xi(t) liefert.
  • Jeder Zufallsgenerator gibt trotz gleicher physikalischer Realisierung ein anderes Zeitsignal xi(t) ab, das für alle Zeiten von –∞ bis +∞ existiert. Man bezeichnet dieses als das i-te Mustersignal.
  • Jeder Zufallsprozess beinhaltet mindestens eine stochastische Komponente – z. B. die Amplitude, Frequenz oder Phase – und kann daher von einem Beobachter nicht exakt vorausgesagt werden.
  • Der Zufallsprozess unterscheidet sich von den sonst in der Statistik üblichen Zufallsexperimenten dadurch, dass das Ergebnis kein Ereignis ist, sondern ein Funktionsverlauf (Zeitsignal).
  • Betrachtet man den Zufallsprozess {xi(t)} zu einem festen Zeitpunkt, so gelangt man wieder zu dem einfacheren Modell von Kapitel 2.1, nach dem das Versuchsergebnis ein Ereignis ist, das einer Zufallsgröße zugeordnet werden kann.
 
 

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