Eine Möglichkeit zur Erzeugung einer binären Folge 〈zν〉 ∈ {0, 1} mit guten statistischen Eigenschaften bieten Pseudozufallsgeneratoren, auch bekannt unter der Bezeichnung PN-Generatoren, wobei „PN” für Pseudonoise steht. Diese PN-Generatoren besitzen folgende Eigenschaften:
Die durch einen solchen Generator erzeugte Binärfolge ist im strengen Sinne nicht stochastisch, sondern weist periodische und damit deterministische Eigenschaften auf.
Ist die Periodenlänge P jedoch hinreichend groß, so erscheint die Folge für einen Betrachter als zufällig mit für viele Anwendungsfälle hinreichend guten statistischen Eigenschaften.
Der Vorteil eines Pseudozufallsgenerators gegenüber einer „echten” stochastischen Quelle ist, dass die Zufallsfolge bei Kenntnis einiger weniger Parameter reproduzierbar ist.
Beispiele: Aus der letzten Eigenschaft heraus ergeben sich auch die wichtigsten Anwendungen, z. B. die Fehlerhäufigkeitsmessung bei der Digitalsignalübertragung. Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld der Pseudonoise-Generatoren sind die so genannten Bandspreizverfahren (Spread Spectrum Systems) bei CDMA (Code Division Multiple Access). Hierbei wird das Sendesignal mit einer binären Zufallsfolge moduliert, deren Symbolfolgefrequenz deutlich größer als die Bitfrequenz ist. Dadurch bietet sich die Möglichkeit der Mehrfachausnutzung von Kanälen. Da am Empfänger die gleiche Folge phasenrichtig zugesetzt werden muss, ist auch hier der Einsatz von reproduzierbaren PN-Sequenzen üblich.