Abschnitt: 1.1 Einige grundlegende Definitionen
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Klassische Definition der Wahrscheinlichkeit

Wir setzen zunächst voraus, dass jeder Versuch genau ein einziges Ergebnis aus G zur Folge hat und dass jedes dieser M Ergebnisse in gleicher Weise (ohne Bevorzugung oder Benachteiligung) möglich ist.
Definition: Mit dieser Annahme gilt für die Wahrscheinlichkeit eines jeden Ergebnisses Eμ:
Dies ist die klassische Definition der Wahrscheinlichkeit. Pr( ... ) steht dabei für probability und ist als eine mathematische Funktion zu verstehen.
Beispiel: Beim Zufallsexperiment Münzwurf gilt für die Wahrscheinlichkeiten der beiden möglichen Ergebnisse: Pr(Zahl) = Pr(Bild) = 1/2. Dies setzt voraus, dass jeder Versuch entweder mit Zahl oder mit Bild ausgeht und dass nicht bei einem Versuch die Münze auf ihrem Rand zu stehen kommt.
Auch beim Versuch Werfen einer Roulettekugel sind die Wahrscheinlichkeiten Pr(Eμ) = 1/37 nur dann für alle Zahlen von 0 bis 36 gleich, wenn der Roulettetisch nicht manipuliert wurde.
Anmerkung: Die Wahrscheinlichkeitsrechnung – und die darauf aufbauende Statistik – kann nur dann fundierte Aussagen liefern, wenn alle implizit vereinbarten Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind. Diese Bedingung zu überprüfen ist nicht Aufgabe der Statistik, sondern von denjenigen, die diese nutzen. Da gegen diese Grundregel oft verstoßen wird, hat die Statistik in der Gesellschaft einen viel schlechteren Ruf, als ihr eigentlich zustehen würde.
 
 

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