Abschnitt: 4.1 Zweidimensionale Zufallsgrößen
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Erwartungswerte zweidimensionaler Zufallsgrößen (1)

Ein Sonderfall der statistischen Abhängigkeit ist die Korrelation. Darunter versteht man eine lineare Abhängigkeit zwischen den Einzelkomponenten x und y. Korrelierte Zufallsgrößen sind damit stets auch statistisch abhängig, aber nicht jede statistische Abhängigkeit beschreibt gleichzeitig eine Korrelation.
Zur quantitativen Erfassung der Korrelation werden verschiedene Erwartungswerte der 2D-Zufallsgröße (xy) verwendet, die analog zum eindimensionalen Fall nach Kapitel 2.2 bzw. Kapitel 3.3 definiert sind:
  • Für die (nichtzentrierten) Momente gilt die Beziehung:
  • Somit sind die beiden linearen Mittelwerte mx = m10 und my = m01.
  • Die auf mx bzw. my bezogenen Zentralmomente lauten:
  • In dieser allgemein gültigen Definition sind die Varianzen σx² und σy² der zwei Einzelkomponenten durch µ20 bzw. µ02 gegeben.
  • Besondere Bedeutung besitzt die sogenannte Kovarianz (k = l = 1):
Im Folgenden bezeichnen wir die Kovarianz µ11 teilweise auch mit µxy, falls sich die Kovarianz auf die Größen x und y bezieht. Diese ist ein Maß für die lineare statistische Abhängigkeit dieser Zufallsgrößen.
Die Kovarianz µxy hängt mit dem nichtzentrierten Moment m11 = mxy = E[x · y] wie folgt zusammen:
Diese Gleichung ist für die numerische Auswertung von Vorteil, da mxy, mx und my im Gegensatz zur Kovarianz µxy aus den Folgen 〈xv〉 und 〈yv〉 direkt - also in einem Durchlauf - ermittelt werden können.
 
 

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