Abschnitt: 3.5 Gaußverteilte Zufallsgröße
Seite: 4 von 8

 
 

Zentralmomente und Momente

Die Kenngrößen der Gaußverteilung weisen einige charakteristische Eigenschaften auf, nämlich:
  • Die Zentralmomente µk (identisch mit den Momenten mk der äquivalenten mittelwertfreien Zufallsgröße xm1) sind bei der Gaußschen WDF wie auch bei der Gleichverteilung aufgrund der symmetrischen Verhältnisse für ungerade Werte von k identisch 0. Das Zentralmoment µ2 ist definitionsgemäß gleich σ2.
  • Alle höheren Zentralmomente mit geradzahligen Werten von k lassen sich bei gaußförmiger WDF – wohlgemerkt: ausschließlich bei dieser – durch die Varianz σ2 ausdrücken:
  • Daraus können die nichtzentrierten Momente mk mit nachfolgender Gleichung bestimmt werden:
  • Es ist anzumerken, dass diese Gleichung allgemein gilt, also für beliebige Verteilungen.
  • Aus der oberen Gleichung folgt direkt µ4 = 3σ4 und daraus für die Kurtosis der Wert K = 3. Den Wert K − 3 bezeichnet man deshalb auch häufig als die Gaußabweichung. Ist diese negativ, so erfolgt der WDF-Abfall schneller als bei der Gaußverteilung. Beispielsweise hat bei einer Gleichverteilung die Gaußabweichung stets den Zahlenwert 1.8 – 3 = –1.2.
Beispiel: Die ersten Zentralmomente einer gaußverteilten Zufallsgröße mit Streuung σ = 1/2 lauten:
Alle Zentralmomente mit ungeradem Index sind indenisch 0.
Mit dem nachfolgend genannten Berechnungstool können Sie sich unter Anderem die Kenngrößen der Gaußverteilung anzeigen lassen:
 
 

Inhaltsverzeichnis
Seitenübersicht
Weiter: Nächste Seite
 
 
Persönliche Einstellungen
Downloads