Es wurde bereits angesprochen, dass im Idealfall υ(t) = q(t) sein sollte. Gilt jedoch wie bei jedem realen Übertragungskanal r(t) ≠ s(t), so wird sich natürlich auch das Sinkensignal υ(t) vom Quellensignal q(t) unterscheiden. Hierzu einige Beispiele:
Man spricht von Rauschen, wenn für das Sinkensignal gilt:
Der additive Rauschanteil n(t) ist stets von stochastischer Natur und hat meist keinerlei Bezug zum Nachrichtensignal q(t). Ein solcher Rauschterm ist bei jeder Übertragung unvermeidlich.
Die Übertragung ist verzerrungsfrei, wenn das Sinkensignal wie folgt lautet:
Das Sinkensignal unterscheidet sich also außer durch den Störanteil n(t) nur durch den (für alle Frequenzen gleichen) Dämpfungsfaktor α und die (für alle Frequenzen gleiche) Laufzeit τ. Der Dämpfungsfaktor bewirkt, dass das Signal υ(t) die gleiche Form wie q(t) hat und nur etwas leiser ist. Die Laufzeit führt dazu, dass das Signal υ(t) am Empfänger später ankommt, als q(t) gesendet wurde. Beide Effekte sind für die (unidirektionale) Übertragung nicht sonderlich störend.
Ist die obige Gleichung nicht erfüllt, so liegen Verzerrungen vor. Wie im BuchLineare zeitinvariante Systemebeschrieben wird, unterscheidet man hier zwischen linearen und nichtlinearen Verzerrungen.