Bei der Realisierbarkeit bestimmter Übertragungseigenschaften spielt das Übertragungsmedium mit seinen physikalischen Eigenschaften eine wesentliche Rolle. Beispiele für Übertragungsmedien sind:
elektrische Leitungen, z. B. Kupferdraht, Twisted Pair,
Koaxialkabel, z. B. Antennenleitung oder Kabelnetz,
Lichtwellenleiter, z. B. Multimode- und Monomodeglasfaser,
Funkkanäle, z. B. Rundfunk, Mobilfunk und Satellitenfunk.
Alle diese Übertragungsmedien sind in der Praxis nicht ideal und beeinträchtigen die Übertragung. Dies bedeutet: Das Empfangssignal r(t) unterscheidet sich vom Sendesignal s(t) aufgrund
der Kanaldämpfung,
von Laufzeiten auf dem Kanal,
von Verzerrungen linearer und nichtlinearer Art.
Hinzu kommt, dass sich die Übertragungseigenschaften des Kanals wie beispielsweise beim Mobilfunk mit der Zeit stark verändern können (Zeitvarianz).
Zusätzlich sind stets die bei der Signalübertragung auftretenden Störsignale zu berücksichtigen. Hier kann man als Beispiele nennen:
Rauschsignale – z. B. Widerstands- und Halbleiterrauschen,
Impulsstörungen – z. B. Starkstromleitungen, Funkenstörungen und Entladungen,
Nachbarkanalstörungen wie Übersprechen anderer Nutzer, Interferenzen, Kreuzmodulation.
Sie finden einige grundlegende Details über die Modellierung des Nachrichtenkanals allgemein und des recht einfachen AWGN-Kanalmodells in nachfolgendem Lehrvideo: