Abschnitt: 1.2 Klassifizierung von Signalen
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Zeitkontinuierliche und zeitdiskrete Signale

Bei den bisher betrachteten Signalen war der Signalparameter zu jedem beliebigen Zeitpunkt definiert. Man spricht dann von einem zeitkontinuierlichen Signal.
Definition: Bei einem zeitdiskreten Signal ist im Gegensatz dazu der Signalparameter nur zu den diskreten Zeitpunkten tν definiert, wobei man diese Zeitpunkte meist äquidistant wählt: tν = ν · TA. Da ein solches Signal beispielsweise durch Abtastung eines zeitkontinuierlichen Signals entsteht, bezeichnen wir TA als den Abtastzeitabstand und dessen Kehrwert fA = 1/TA als die Abtastrate.
Ein zeitdiskretes Signal x(t) ist durch die zeitliche Folge 〈xν〉 seiner Abtastwerte vollständig bestimmt. Diese Abtastwerte können dabei sowohl wertkontinuierlich als auch wertdiskret sein.
Beispiel: Das zeitdiskrete Signal xA(t) erhält man nach Abtastung des oben dargestellten zeit- und wertkontinuierlichen Nachrichtensignals x(t) im Abstand TA. Der unten skizzierte Zeitverlauf xR(t) unterscheidet sich von der echten zeitdiskreten Darstellung xA(t) dadurch, dass die unendlich schmalen Abtastwerte (mathematisch mit Diracimpulsen beschreibbar) durch Rechteckimpulse der Dauer TA ersetzt sind. Ein solches Signal kann nach obiger Definition ebenfalls als zeitdiskret bezeichnet werden.

Die mathematische Beschreibung zeitdiskreter Signale erfolgt in Kapitel 5.1.
 
 

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