Abschnitt: 1.2 Klassifizierung von Signalen
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Wertkontinuierliche und wertdiskrete Signale

Definition: Ein Signal bezeichnet man als wertkontinuierlich, wenn sein Signalparameter – z. B. der Augenblickswert – alle Werte eines Kontinuums (beispielsweise eines Intervalls) annehmen kann. Sind für den Signalparameter dagegen nur abzählbar viele verschiedene Werte möglich, so ist das Signal wertdiskret. Die Anzahl der möglichen Werte bezeichnet man als die Stufenzahl M.
Bei den analogen Übertragungssystemen wird stets mit wertkontinuierlichen Signalen gearbeitet. Bei Digitalsystemen sind dagegen die meisten Signale – aber nicht alle – wertdiskret.
Beispiel: Das folgende Bild zeigt in blau einen Ausschnitt eines wertkontinuierlichen Signals x(t), das Werte zwischen ±8V annehmen kann. In roter Farbe erkennt man das auf M = 8 Quantisierungsstufen diskretisierte Signal xQ(t) mit den möglichen Signalwerten ±1V, ±3V, ±5V und ±7V.

Beim Signal xQ(t) wurde der Augenblickswert als der entscheidende Signalparameter betrachtet. Bei einem FSK-System (Frequency Shift Keying) ist dagegen die Augenblicksfrequenz der wesentliche Signalparameter. Deshalb bezeichnet man auch das unten dargestellte Signal sFSK(t) als wertdiskret mit der Stufenzahl M = 2 und den möglichen Frequenzen 1 kHz und 5 kHz, obwohl der Augenblickswert wertkontinuierlich ist.

 
 

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