Abschnitt: 1.2 Klassifizierung von Signalen
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Deterministische und stochastische Signale

In jedem Nachrichtensystem treten sowohl deterministische als auch stochastische Signale auf.
Definition: Deterministische Signale sind Signale, deren Zeitfunktionen x(t) in analytischer Form vollständig angegeben werden können.
Da hier die Zeitfunktion x(t) für alle Zeiten t bekannt und eindeutig angebbar ist, existiert für diese Signale stets eine über die Fourierreihe oder die Fouriertransformation berechenbare Spektralfunktion X(f).
Definition: Man spricht von einem stochastischen Signal bzw. von einem Zufallssignal, wenn der Signalverlauf x(t) nicht – oder zumindest nicht vollständig - in mathematischer Form beschreibbar ist. Ein solches Signal kann für die Zukunft nicht exakt vorhergesagt werden.
Für ein solches nichtdeterministisches Signal x(t) ist daher auch keine Spektralfunktion X(f) angebbar, da Fourierreihe und Fouriertransformation die genaue Kenntnis der Zeitfunktion für alle Zeiten t voraussetzt.
Informationstragende Signale sind stets von stochastischer Art. Ihre Beschreibung sowie die Definition geeigneter Kenngrößen erfolgt im Buch Stochastische Signaltheorie. Aber auch die deterministischen Signale haben eine große Bedeutung für die Nachrichtentechnik. Beispiele sind:
  • Testsignale für den Entwurf von Nachrichtensystemen,
  • Trägersignale für Frequenzmultiplexsysteme, und
  • ein Puls zur Abtastung eines Analogsignals oder zur Zeitregenerierung eines Digitalsignals.
Beispiel: Das Bild zeigt Zeitverläufe eines deterministischen und eines stochastischen Signals, nämlich oben ein periodisches Rechtecksignal x1(t) mit der Periodendauer T0 und darunter ein Gaußsches Rauschsignal x2(t) mit dem Mittelwert 2V.

 
 

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