Abschnitt: 5.5 Fast-Fouriertransformation (FFT)
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Radix-2-Algorithmus nach Cooley und Tukey (1)

Ebenso wie andere FFT–Algorithmen baut das hier vorgestellte Verfahren auf dem Überlagerungssatz der DFT auf und funktioniert nur dann, wenn die Stützstellenzahl N eine Zweierpotenz ist. Das nachfolgende Bild verdeutlicht die von Cooley und Tukey entwickelte Methode – siehe auch [CT65] – für das Beispiel N = 8, wobei die Transformation vom Zeit– in den Frequenzbereich dargestellt ist.

Man erkennt aus dieser Darstellung:
  • Vor dem eigentlichen FFT-Algorithmus müssen die komplexen Eingangswerte d(0), …, d(N–1) umsortiert werden. Dies geschieht im grau hinterlegten Block Bitumkehroperation, der auf der nächsten Seite im Detail beschrieben wird.
  • Die Berechnung erfolgt in ld N = 3 Stufen, wobei in jeder Stufe genau N/2 = 4 prinzipiell gleiche Berechnungen mit unterschiedlichem Parameter μ (= Exponent des komplexen Drehfaktors) ausgeführt werden. Eine solche Basisoperation bezeichnet man auch als Butterfly.
  • Jeder Butterfly berechnet aus zwei Eingangsgrößen A und B, die im Allgemeinen komplex sind, die beiden Ausgangsgrößen A + B · wμ sowie AB · wμ entsprechend der nachfolgenden Skizze.

  • Die komplexen Spektralkoeffizienten D(0), … , D(N–1) erhält man am Ausgang der letzten Stufe nach Division durch N. Wie in Aufgabe Z5.4 noch gezeigt wird, ergibt sich gegenüber der DFT eine deutlich kürzere Rechenzeit – zum Beispiel für N = 1024 um mehr als den Faktor 100.
  • Die inverse DFT zur Berechnung der Zeitkoeffizienten aus den Spektralkoeffizienten lässt sich mit dem gleichen Algorithmus und nur geringfügigen Modifizierungen bewerkstelligen.
 
 

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