Abschnitt: 1.3 Zum Rechnen mit komplexen Zahlen
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Rechenregeln für komplexe Zahlen

Die Rechengesetze für zwei komplexe Zahlen
sind derart definiert, dass sich für den Sonderfall eines verschwindenden Imaginärteils die Rechenregeln der reellen Zahlen ergeben. Man spricht vom so genannten Permanenzprinzip.
Für die Grundrechenarten gelten folgende Regeln:
  • Die Summe zweier komplexer Zahlen (bzw. deren Differenz) wird gebildet, indem man ihre Real- und Imaginärteile addiert (bzw. subtrahiert):
  • Das Produkt zweier komplexer Zahlen kann in der Realteil- und Imaginärteildarstellung durch Ausmultiplizieren unter Berücksichtigung von j2 = –1 gebildet werden. Einfacher gestaltet sich die Multiplikation allerdings, wenn z1 und z2 mit Betrag und Phase geschrieben werden:
  • Die Division ist in der Exponentialschreibweise ebenfalls überschaubarer. Hier werden die beiden Beträge dividiert und die Phasen im Exponenten subtrahiert:
Beispiel: Die komplexe Zahl z = 0.75 + j = 1.25 · ej·53.1° sowie deren Konjugiert-Komplexe z* = 0.75 – j = 1.25 · e–j·53.1° sind in der Grafik als Punkte innerhalb der komplexen Ebene dargestellt, zusätzlich die Summe s = z + z* = 1.5 (rein reell) und die Differenz d = zz* = 2j (rein imaginär).

Das Produkt p = z · z* = 1.252 ≈ 1.5625 ist in diesem Fall ebenfalls rein reell, während der Quotient q = z/z* = ej·106.2° den Betrag 1 und den doppelten Phasenwinkel wie z aufweist.

Die Thematik von Kapitel 1.3 wird auch in folgendem Lehrvideo behandelt:
Rechnen mit komplexen Zahlen (Größe 5.87 MB, Dauer 11:52)
 
 

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