Die Grafik zeigt das Blockschaltbild des DPSK–Modulators (Differential Phase Shift Keying). Das Quellensignal q(t) mit den Amplitudenkoeffizienten qν∈ {–1, +1} wird entsprechend dieses Mappings in das Signal m(t) mit den Amplitudenkoeffizienten
abgebildet, bevor es dem BPSK–Modulator zugeführt wird.
Ist qν = mν–1, so ergibt sich der gemappte Amplitudenkoeffizient mν = +1. Dagegen weist mν = –1 darauf hin, dass sich die Amplitudenkoeffizienten qν und mν–1 unterscheiden.
Der wesentliche Vorteil der differentiellen binären Phasenmodulation ist, dass das so entstehende Signal s(t) auch ohne Kenntnis der Trägerphase ϕT demoduliert werden kann, wie auf dernächsten Seitegezeigt wird. Obwohl dem Empfänger die genaue Trägerfrequenz fT bekannt sein muss, spricht man trotzdem von eineminkohärenten, manchmal auch vom differentiell–kohärenten PSK–Demodulator.
Beispiel: Die nachfolgende Grafik zeigt die Signale q(t) und m(t) sowie das DPSK–Sendesignal s(t). Immer dann, wenn der Empfänger einen Phasensprung erkennt, entscheidet er sich für sich υν = –1 (Zeitpunkte ν = 3, 5 und 6), andernfalls für +1. υν bezeichnet die Amplitudenkoeffizienten nach der Entscheidung, die möglichst mit den sendeseitigen Amplitudenkoeffizienten qν übereinstimmen sollten.
Unterhalb des Sendesignals sind für die ersten sechs Symbole die Phasenwerte ϕS angegeben. Durch eine zusätzliche Phasendrehung auf dem Kanal, zum Beispiel um 70.3π, ändern sich zwar die absoluten Phasenwerte auf 69.8π, 69.8π, 70.8π, 69.8π, 70.8π, und 69.8π, die Phasendifferenz benachbarter Symbole bleibt jedoch erhalten, so dass die differentiell–kohärente Demodulation trotzdem funktioniert. Ein entsprechender Demodulator wird auf der nächsten Seite vorgestellt.