Die Grafik zeigt das Blockschaltbild eines ASK–Systems inklusive der Empfängerkomponenten. Das Quellensignal q(t) sei NRZ–rechteckförmig und unipolar, das heißt, es gilt aν∈ {0, 1}. Der Kanal sei zunächst ideal, gekennzeichnet durch HK(f) = 1 und n(t) = 0 ⇒ r(t) = s(t).
Die Demodulation erfolgt hier kohärent mittelsSynchrondemodulator,dessen Funktionsweise bereits bei den analogen Modulationsverfahren AM und PM beschrieben wurde. Zusammenfassend lässt sich sagen:
Beim Empfänger wird das gleiche Trägersignal zugesetzt wie beim Sender, jedoch mit doppelter Amplitude. z(t) bezeichnet den Träger beim Sender und 2 · z(t) den Träger beim Empfänger.
Nach der Multiplikation folgt ein geeignet dimensionierter Tiefpass mit dem Frequenzgang HE(f), der die höherfrequenten Anteile des Signals b(t) entfernt.
Schließlich wird das Detektionssignal d(t) zu den Detektionszeitpunkten ν · T abgetastet und mit Hilfe eines Schwellenwertentscheiders mit der Entscheiderschwelle E = s0/2 entschieden.
Das Sinkensignal υ(t) am Ausgang des Entscheiders ist rechteckförmig und im rauschfreien Fall (oder bei nur kleinen Rauschstörungen) bis auf die Laufzeit T/2 gleich dem Quellensignal q(t).
Zu beachten ist: Eine kohärente Demodulation erfordert, dass dem Empfänger die Trägerfrequenz fT und die Trägerphase ϕT exakt bekannt sind. Der Empfänger muss diese beiden Größen aus dem Empfangssignal r(t) extrahieren, was bei starken Kanalverzerrungen und großen Rauschstörungen durchaus aufwändig sein kann. Solche Realisierungsaspekte werden zum Beispiel in derAufgabe A4.8zu diesem Kapitel behandelt.