Wesentliche Vorteile von OFDM gegenüber Einträger– oder anderen Mehrträgersystemen sind:
flexibel hinsichtlich Anpassung an schlechte Kanalzustände,
einfache Kanalorganisation,
sehr einfach zu realisierende Entzerrung,
durch Guard–Intervall–Technik sehr robust gegen Mehrwegeausbreitung,
hohe spektrale Effizienz,
einfache Implementierung mit Hilfe der IFFT/FFT (Schnelle Fouriertransformation),
relativ unempfindlich für ungenaue Zeitsynchronisation.
Wesentliche Nachteile von OFDM sind:
anfällig für Doppler–Spreizungen durch eine relativ lange Symboldauer,
empfindlich gegenüber Oszillatorschwankungen,
ein schlechter Crest–Faktor (Scheitelfaktor).
Anmerkung: Der so genannte Crest–Faktor beschreibt das Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert einer Wechselgröße. Bei einem OFDM–System kann dieser sehr groß sein. Dadurch sind die daraus resultierenden Anforderungen an die verwendeten Verstärkerschaltungen sehr hoch (Linearität über einen weiten Bereich), wenn dabei die Effizienz (Energieverbrauch, Abwärme) nicht außer Acht gelassen werden soll.
Fazit: Die Vorteile von OFDM überwiegen die Nachteile bei weitem. Obwohl das grundsätzliche Verfahren mindestens seit[Wei71]bekannt ist, finden die OFDM–Systeme allerdings erst seit den 1990–Jahren Verwendung. Die Hauptursache dafür ist wohl unter anderem darin zu suchen, dass die für die IFFT bzw. FFT benötigten Signalprozessoren erst seit einigen Jahren den Anforderungen entsprechend verfügbar sind.