Abschnitt: 5.6 Realisierung von OFDM-Systemen
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Guard–Lücke zur Verminderung der Impulsinterferenzen (1)

Die Orthogonalität der OFDM–Träger geht bei der Übertragung über einen frequenzselektiven Kanal verloren. Die daraus resultierende Interferenz zwischen den einzelnen Trägern bezeichnet man als Intercarrier–Interferenz (ICI). Die Übertragung über einen solchen Mehrwegekanal bewirkt letztlich aber auch eine Überlagerung aufeinander folgender Symbole und damit Impulsinterferenzen (engl. Intersymbol Interference, ISI).

Die Grafik zeigt den Realteil eines OFDM–Empfangssignals im äquivalenten Tiefpassbereich nach der Übertragung über einen rauschfreien Mehrwegekanal mit den Parametern
  • für den Pfad 0: Dämpfung h0 = 0.5; Verzögerung τ0/T = 0,
  • für den Pfad 1: Dämpfung h1 = 0.5; Verzögerung τ1/T = 0.25.
Schwarz gezeichnet ist der mit „Plus–Eins” belegte Träger der Frequenz 1 · f0 des Intervalls k. Der mit „Minus–Eins” gewichtete Träger mit der Frequenz 3 · f0 im vorherigen Intervall (k–1) ist rot dargestellt. Andere Intervalle und Träger werden nicht berücksichtigt. Man erkennt aus dieser Skizze:
  • Die Einschwingvorgänge zu Symbolbeginn führen zu Intercarrier–Interferenz (ICI) im Spektrum. Im Zeitbereich erkennt man ICI an den auftretenden Sprüngen (in der Grafik gelb markiert). Dadurch geht die Orthogonalität bezüglich der Frequenzstützstellen verloren.
  • Weiter erkennt man Impulsinterferenzen (ISI) im grün markierten Zeitintervall 0 ≤ t < τ1: Das Vorgängersymbol k–1 (Frequenz 3 · f0) stört das Symbol k (Frequenz 1 · f0).
 
 

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