Abschnitt: 2.3 Hüllkurvendemodulation
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Argumente für und gegen den Hüllkurvendemodulator

Der wichtigste Grund für die Verwendung des Hüllkurvendemodulators ist, dass damit die oft aufwändige Frequenz– und Phasensynchronisation vermieden wird, so dass ein solcher preisgünstig realisiert werden kann. Der Hüllkurvendemodulator ist somit ein Beispiel eines inkohärenten Demodulators.
Für den Synchrondemodulator – siehe Kapitel 2.2 – und gegen den Hüllkurvendemodulator können dagegen mehrere Gründe angeführt werden:
  • Bei Hüllkurvendemodulation muss eine Übermodulation (m > 1) unter allen Umständen vermieden werden. Dies erreicht man beispielsweise durch die Amplitudenbegrenzung des Quellensignals, was aber ebenfalls nichtlineare Verzerrungen zur Folge hat.
  • Bei sonst gleichen Randbedingungen ist ein Modulationsgrad m < 1 nur durch die Erhöhung der Sendeleistung um mindestens den Faktor 3 zu erreichen. Dies ist wegen der oft leidenschaftlichen Diskussionen zum Thema „Elektro-Smog” in großen Teilen unserer Gesellschaft problematisch.
  • Lineare Kanalverzerrungen können bei einem Hüllkurvendemodulator zu irreversiblen nichtlinearen Verzerrungen führen, während die bei Synchrondemodulation entstehenden linearen Verzerrungen möglicherweise durch besondere Maßnahmen beim Empfänger kompensiert werden können.
 
 

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