Abschnitt: 2.1 Zweiseitenband-Amplitudenmodulation
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Amplitudenmodulation durch quadratische Kennlinie

Nichtlinearitäten sind in der Nachrichtentechnik meist unerwünscht und störend. Wie im Kapitel 2.2 des Buches „Lineare zeitinvariante Systeme” dargelegt, führen sie dazu, dass
  • das Superpositionsprinzip nicht mehr anwendbar ist,
  • das Übertragungsverhalten von der Größe des Eingangssignals abhängt, und
  • die Verzerrungen von nichtlinearer Art sind und damit irreversibel.
Eine Nichtlinearität der allgemeinen Form
kann aber auch zur Realisierung einer ZSB–AM genutzt werden. Unter der Voraussetzung, dass
  • nur die Koeffizienten c1 und c2 vorhanden sind, und
  • das Eingangssignal x(t) = q(t) + z(t) angelegt wird,
erhält man für das Ausgangssignal der Nichtlinearität:
Der erste, dritte und letzte Anteil liegt – spektral gesehen – bei | f | ≤ 2 · BNF bzw. | f | = 2 · fT. Entfernt man diese Signalanteile durch einen Bandpass und berücksichtigt z(t) = AT · cos(ωT · t), so erhält man die für „ZSB–AM mit Träger” typische Gleichung:
wobei der Modulationsgrad durch die Koeffiziente c1 und c2 veränderbar ist:
Diode und Feldeffekttransistor besitzen mit guter Näherung eine quadratische Kennlinie und werden zur Realisierung einer ZSB–AM genutzt. Kubische Anteile (c3 ≠ 0) und Nichtlinearitäten höherer Ordnung führen allerdings zu nichtlinearen Verzerrungen.
 
 

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