Nichtlinearitäten sind in der Nachrichtentechnik meist unerwünscht und störend. Wie imKapitel 2.2des Buches „Lineare zeitinvariante Systeme”
dargelegt, führen sie dazu, dass
das Superpositionsprinzip nicht mehr anwendbar ist,
das Übertragungsverhalten von der Größe des Eingangssignals abhängt, und
die Verzerrungen von nichtlinearer Art sind und damit irreversibel.
Eine Nichtlinearität der allgemeinen Form
kann aber auch zur Realisierung einer ZSB–AM genutzt werden. Unter der Voraussetzung, dass
nur die Koeffizienten c1 und c2 vorhanden sind, und
das Eingangssignal x(t) = q(t) + z(t) angelegt wird,
erhält man für das Ausgangssignal der Nichtlinearität:
Der erste, dritte und letzte Anteil liegt – spektral gesehen – bei | f | ≤ 2 · BNF bzw. | f | = 2 · fT. Entfernt man diese Signalanteile durch einen Bandpass und berücksichtigt z(t) = AT · cos(ωT · t), so erhält man die für
„ZSB–AM mit Träger” typische Gleichung:
wobei der Modulationsgrad durch die Koeffiziente c1 und c2 veränderbar ist:
Diode und Feldeffekttransistor besitzen mit guter Näherung eine quadratische Kennlinie und werden zur Realisierung einer ZSB–AM genutzt. Kubische Anteile (c3 ≠ 0) und Nichtlinearitäten höherer Ordnung führen allerdings zu nichtlinearen Verzerrungen.