Abschnitt: 2.1 Zweiseitenband-Amplitudenmodulation
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Ringmodulator (1)

Eine Möglichkeit zur Realisierung der „Zweiseitenband–Amplitudenmodulation mit Trägerunterdrückung” bietet der sog. Ringmodulator, der auch unter der Bezeichnung Doppelgegentakt–Diodenmodulator bekannt ist. Nachfolgend sehen Sie links die Schaltung und rechts ein einfaches Funktionsschaltbild.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann das Prinzip wie folgt dargestellt werden:
  • Die Amplitude der harmonischen Trägerschwingung z(t) sei sehr viel größer als der Maximalwert qmax des Nachrichtensignals q(t). Somit werden alle Dioden als Schalter betrieben.
  • Bei positiver Halbwelle der Trägerschwingung (z(t) > 0) leiten die zwei magentafarbenen Dioden, während die olivfarbenen sperren. Ohne Berücksichtigung von Verlusten gilt somit s(t) = q(t).
  • Bei negativer Halbwelle leiten die olivfarbenen Dioden und die Dioden in den Längszweigen sperren. Wie aus dem rechten Bild hervorgeht, gilt bei dieser unteren Schalterstellung s(t) = – q(t).
  • Wegen des Schalterbetriebs kann die harmonische Schwingung z(t) auch durch ein periodisches Rechtecksignal gleicher Periodendauer ersetzt werden:
  • Das modulierte Signal s(t) ergibt sich dann als das Produkt des Nachrichtensignals q(t) mit diesem Rechtecksignal zR(t), während bei idealer ZSB-AM mit einem Cosinussignal multipliziert wird.
  • Der Träger z(t) ist im Signal s(t) nicht enthalten. Da dieser über die Mittelanzapfungen der Übertrager zugeführt wird, heben sich die induzierten Spannungen auf („ZSB–AM ohne Träger”).
Auf der nächsten Seite wird die Wirkungsweise des Ringmodulators anhand beispielhafter Signalverläufe nochmals beschrieben.
 
 

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