Abschnitt: 1.1 Zielsetzung von Modulation und Demodulation
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Zeitmultiplexverfahren

Bei einem Digitalsystem kann zur gemeinsamen Nutzung eines Übertragungskanals durch mehrere Nutzer neben Frequenzmultiplex auch die Zeitmultiplextechnik eingesetzt werden.

Die Grafik soll das Prinzip an einem Beispiel verdeutlichen:
  • Die Quellensignale q1(t), q2(t) und q3(t) sind binär und werden durch die Amplitudenkoeffizienten (0 oder 1) vollständig beschrieben. Es liegt somit eine zeitdiskrete Signaldarstellung vor.
  • Die Bitraten der beiden oberen Signale betragen jeweils R1 = R2 = 1/(1μs) = 1 Mbit/s. Dagegen ist die Bitrate von q3(t) doppelt so groß, also R3 = 2 Mbit/s.
  • Unten dargestellt ist das Ausgangssignal q(t) einer Zeitmultiplexeinrichtung mit der Gesamtbitrate R = R1 + R2 + R3 = 4 Mbit/s. Der Bezug zu den Eingangssignalen ist farblich gekennzeichnet.
  • Nach der Übertragung von q(t) über den physikalischen Kanal müssen die Teilsignale υ1(t), υ2(t) und υ3(t) beim Empfänger getrennt werden. Man nennt diese Funktionseinheit den Demultiplexer.
  • In der Praxis erfolgt das Multiplexen meist nicht bitweise, sondern den Teilnehmern werden in einem festen Raster Zeitschlitze zur Verfügung gestellt, in denen Bitrahmen übertragen werden.
 
 

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