Abschnitt: 1.1 Zielsetzung von Modulation und Demodulation
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Vorteile der digitalen Modulationsverfahren

Die Vorteile der digitalen Modulationsverfahren sind vielfältig:
  • Die Realisierung eines Digitalsystems kann ebenfalls digital erfolgen und die Schaltungen sind in hohem Maße integrierbar (VLSI – Very Large Scale Integration).
  • Die Übertragungsqualität ist meist sehr gut, da sich (Rausch–) Störungen nur dann bemerkbar machen, wenn sie größer als ein vorgegebener Schwellenwert sind.
  • Wegen der möglichen Signalregenerierung in regelmäßigen Abständen durch sog. Regeneratoren können sehr große Entfernungen mit hinreichend guter Übertragungsqualität überbrückt werden.
  • Die Datenübertragung – zum Beispiel zwischen Server und Client – bietet sich in digitaler Form an, da jedes Datensignal bereits digital ist. Analogsignale werden vor der Übertragung digitalisiert.
  • Durch die einheitliche Übertragung von Sprach–, Bild– und Datensignalen ist es möglich, ein gemeinsames und leistungsfähiges Netz für viele Telekommunikationsdienste aufzubauen.
  • Es existieren einfache und sehr effiziente Verschlüsselungs– und Datensicherungsmechanismen für Digitalsignale, was eine wichtige Voraussetzung für sicherheitskritische Anwendungen ist.
  • Bei einem Digitalsystem können – eventuell zusätzlich zu Frequenzmultiplex – auch die Vorteile von Zeitmultiplexverfahren genutzt werden, die nachfolgend beschrieben werden.
Alle in den letzten Jahren entwickelten Systeme sind digital, zum Beispiel:
  • CD (Compact Disc) – digitales Speichermedium (Philips, 1982),
  • DECT (Digital European Cordless Telephone) – schnurloses Telefon (1992),
  • GSM (Global System for Mobile Communication) – europäisches Mobilfunksystem (1992),
  • ISDN (Integrated Services Digital Network) – digitales Telefonnetz (in Europa 1993),
  • DAB (Digital Audio Broadcast) – digitaler Rundfunk (2001),
  • DVB (Digital Video Broadcast) – digitales Fernsehen (2002),
  • DSL (Digital Subscriber Line) – schnelle Rechnerkopplung (2002),
  • UMTS (Universal Mobile Telephone System) – Mobilfunk der 3. Generation (2003),
  • LTE (Long Term Evolution) – Mobilfunk der 4. Generation (2011).
Die Zahlen in Klammern geben jeweils die Jahreszahl des ersten Einsatzes an. Meist hat es von der Erfindung über die Standardisierung bis hin zur Entwicklung eines einsatzfähigen Systems mehr als ein Jahrzehnt gedauert.
In Kapitel 4 dieses Buches sind die digitalen Modulationsverfahren zusammenfassend dargestellt. Eine detaillierte Beschreibung – unter Anderem die Berechnung der Fehlerwahrscheinlichkeit sowie Aspekte der Systemoptimierung – finden Sie im folgenden Buch „Digitalsignalübertragung”.
 
 

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