Abschnitt: 1.1 Zielsetzung von Modulation und Demodulation
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Bündelung von Kanälen – Frequenzmultiplex

Ein weiterer Vorteil der Modulation mit Trägersignal liegt darin, dass ein Übertragungskanal genügender Bandbreite von mehreren Teilnehmern gleichzeitig genutzt werden kann. Man spricht in diesem Fall von Frequenzmultiplex bzw. FDM (Frequency Division Multiplexing) oder auch von FDMA (Frequency Division Multiple Access).

Die Grafik verdeutlicht den Sachverhalt. Über einen physikalischen Kanal entsprechender Bandbreite sollen K Nachrichtensignale gleichzeitig übertragen werden. Die Teilkanäle sind hier mit T1, ... , TK bezeichnet. Man geht folgendermaßen vor:
  • Modulation der einzelnen Teilnehmer mit unterschiedlichen Trägerfrequenzen f1, f2, ... , fK.
  • Zusammenfassen der Teilkanäle zu einem Gesamtsignal, so dass eine Mehrfachausnutzung der Übertragungseinrichtungen möglich ist.
  • Demodulation beim Empfänger mit unterschiedlichen Trägerfrequenzen – je nach gewünschtem Kanal – und anschließende Filterung zur Kanalseparierung.
Beispiele: Die Frequenzmultiplextechnik wird schon seit vielen Jahrzehnten in der analogen TV– und Rundfunk–Übertragung angewandt. So können ausreichend viele Programme berücksichtigt werden, zum Beispiel im UHF–Band (470 ... 850 MHz) mehr als vierzig TV–Programme im Kanalabstand von 8 MHz. Seit etwa 2004 wird die analoge TV–Übertragung in diesem Frequenzband allerdings mehr und mehr durch den neuen digitalen Video–Standard DVB–T (Digital Video Broadcast–Terrestrical) verdrängt, der ebenfalls FDMA nutzt.
In der optischen Übertragungstechnik firmiert das gleiche FDMA–Verfahren unter der Bezeichnung Wellenlängenmultiplex bzw. WDM (Wave–length Division Multiplex). Damit können über einen einzigen Lichtwellenleiter derzeit (2005) gleichzeitig 160 Digitalsignale à 10 Gbit/s übertragen werden, was einer Gesamtbitrate von 1.6 Tbit/s entspricht.
 
 

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