Abschnitt: 1.1 Zielsetzung von Modulation und Demodulation
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Anpassung an Übertragungskanal und Störspektrum

Die vorrangige Aufgabe der Modulation (im hier gemeinten Sinne) ist es, das Nachrichtensignal durch Zusetzen eines höherfrequenten Trägersignals mit der Trägerfrequenz fT in eine andere Frequenzlage
  • mit günstigerem Frequenzgang HK(f) und/oder
  • mit günstigerem Störleistungsdichtespektrum Φn(f)
zu verschieben. Weitere Gründe für Modulation/Demodulation werden auf den nächsten Seiten genannt.
Beispiel: Die Grafik zeigt in blau das niederfrequente Spektrum Q(f) mit der Bandbreite BNF. Grün eingezeichnet ist der Dämpfungsverlauf aK(f) = –ln |HK(f)| des Kanals, der bei diesem Beispiel in einem weiteren Bereich mit konstant geringer Dämpfung günstige Eigenschaften zeigt.
Ockerfarben sehen Sie das Störleistungsdichtespektrum Φn(f), das wegen des thermischen Rauschens im gesamten Frequenzbereich nicht verschwindet und um die Frequenz fSt aufgrund äußerer Störungen besonders große Werte annimmt.

Diese Randbedingungen machen deutlich, dass man die Trägerfrequenz fT etwa so wählen muss wie eingezeichnet, damit S(f) bestmöglich hinsichtlich Verzerrungen und Störungen/Rauschen übertragen werden kann. Es ergibt sich so ein Frequenzband ausreichender Qualität der Breite BHF = 2 · BNF.
Diese Verschiebung des Spektrums Q(f) um die Trägerfrequenz fT nach rechts – und aufgrund der systemtheoretischen Betrachtungsweise beidseitiger Frequenzen auch nach links – beschreibt die Modulation. Dagegen ist die Demodulation die Signalumsetzung in Gegenrichtung. Ausgehend vom Empfangsspektrum R(f), das sich vom Sendespektrum S(f) aufgrund von Dämpfung und Rauschen zumindest geringfügig unterscheidet, kommt man zur Spektralfunktion V(f) ≈ Q(f).
 
 

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