Im gesamten Buch wird von obigem Blockschaltbild und den folgenden Voraussetzungen ausgegangen:
Das Quellensignalq(t) sei ein Analogsignal, z. B. Sprache, Musik oder Bilder.
Das Spektrum Q(f) sei auf den Bereich |f| ≤ BNF begrenzt, wobei
der Index für „Niederfrequenz” steht.
Der Kanal kann eine elektrische Leitung (Koaxialkabel, Twisted Pair, usw.), ein Lichtwellenleiter (Multimode–
bzw. Monomode–Glasfaser) oder eine Funkverbindung (Richtfunk, Satellitenfunk, Mobilfunk, usw.) sein und wird hier
durch seinen
Der mittlere Block in obigem Bild beinhaltet auch Störungen (Interferenzen,
Übersprechen anderer Nutzer, Impulsstörungen durch Starkstromleitungen, etc.) und Rauschquellen wie Widerstands– und Halbleiterrauschen. Diese werden durch das
Die Aufgabe eines solchen Systems ist es, die im Quellensignal q(t) enthaltene Nachricht bzw.
Information – man beachte die
unterschiedliche Bedeutungdieser zwei Größen – zur räumlich entfernten Sinke zu übertragen mit der Maßgabe, dass sich das Sinkensignal υ(t) „möglichst wenig” von q(t) unterscheidet.
Ein häufig auftretendes Problem ist, dass der Übertragungskanal für die direkte Übertragung des Quellensignals
q(t) ungeeignet ist, da dieses für ihn ungünstige Frequenzen beinhaltet. So kann ein Musiksignal mit
Frequenzen bis ca. 15 kHz nicht direkt per Funk übertragen werden, da eine Funkausbreitung erst ab etwa 100 kHz möglich ist.
Abhilfe schafft hier nur eine Signalumsetzung beim Sender, die man Modulation nennt. Das Ausgangssignal des Modulators
wird im Folgenden einheitlich als das Sendesignal s(t) bezeichnet.
Dagegen versteht man unter Demodulation die Signalrücksetzung beim Empfänger, um aus dem hochfrequenten Empfangssignal r(t) das niederfrequente Sinkensignal υ(t) ≈ q(t) zu gewinnen.