Abschnitt: 4.2 Koaxialkabel
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Empfangsgrundimpuls

Mit dem Sendegrundimpuls gs(t) und der Impulsantwort hK(t) ergibt sich für den Empfangsgrundimpuls:
Verwendet man am Sender einen NRZ–Rechteckimpuls gs(t) mit der Amplitude s0 und Dauer Δts = T, so ergibt sich für den Grundimpuls am Ausgang des Koaxialkabels:
Hierbei bezeichnen
  • a die charakteristische Kabeldämpfung in Neper,
  • Q(x) die komplemantäre Gaußsche Fehlerfunktion.
Beispiel: Die Abbildung zeigt die normierte Koaxialkabelimpulsantwort T · hK(t) und den auf die Sendeamplitude s0 normierten Empfangsgrundimpuls gr(t) für die charakteristischen Kabeldämpfungen a = 40 dB, 60 dB, 80 dB und 100 dB. Kleinere Werte von a sind für die Praxis nicht relevant.

Man erkennt aus dieser Darstellung:
  • Mit a = 40 dB ist gr(t)/s0 an der Spitze geringfügig (etwa um den Faktor 0.95) kleiner als die normierte Impulsantwort T · hK(t).
  • Dagegen sind für den Fall a ≥ 60 dB die Rechteckantwort und die Impulsantwort innerhalb der Zeichengenauigkeit nicht zu unterscheiden.
  • Bei einem RZ–Impuls ist die oben angegebene Gleichung für den Empfangsgrundimpuls noch mit dem Tastverhältnis Δts/T zu multiplizieren.
  • Die so modifizierte Gleichung stellt auch eine gute Näherung für andere Sendegrundimpulse dar, so lange a hinreichend groß ist (≥ 60 dB). Δts gibt dann die äquivalente Sendeimpulsdauer an.
Wir möchten Sie auf ein Interaktionsmodul hinweisen, das die auf den beiden letzten Seiten behandelte Thematik zum Inhalt hat:
Zeitverhalten von Kupferkabeln (Dateigröße: 962 kB)
 
 

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