Man erkennt aus dieser Darstellung, dass der Fehler bei Vernachlässigung des frequenzunabhängigen Anteils α0 und des frequenzproportionalen Terms α1 · f tolerabel ist. Im Folgenden gehen wir deshalb von der folgenden vereinfachten Dämpfungsfunktion aus:
Beachten Sie, dass das Dämpfungsmaß mit „alpha” bezeichnet wird und die Dämpfungsfunktion (nach Multiplikation mit der Länge) mit „a” , was beim verwendeten Zeichensatz schwer zu erkennen ist.
Die charakteristische Kabeldämpfung a∗ eignet sich insbesondere für den Vergleich verschiedener leitungsgebundener Übertragungssysteme mit unterschiedlichen Bitraten (R), Kabeltypen (zum Beispiel Normal– oder Kleinkoaxialkabel) und Kabellängen l. Bei all diesen Übertragungssystemen beschreibt a∗ die Dämpfung bei der halben Bitrate unter Vernachlässigung von α0 – und α1 –Term:
Die rechte obere Grafik zeigt die charakteristische Dämpfung a∗ in Abhängigkeit der Bitrate R und der Kabellänge l
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beim Normalkoaxialkabel (linke Ordinatenbeschriftung) und
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beim Kleinkoaxialkabel (rechte Ordinatenbeschriftung).
In der Grafik eingezeichnet sind die vom CCITT in den 1970–Jahren vorgeschlagenen PCM–Systeme der Hierarchiestufen 3 bis 5. Man erkennt, dass bei diesen die charakteristische Kabeldämpfung Werte zwischen 61 dB (≈ 7 Np) und 92 dB (≈ 10.6 Np) annimmt. Das System PCM 480 – ausgelegt für 480 gleichzeitige Telefonate – mit der Bitrate R = 34 Mbit/s wurde sowohl für das Normalkoaxialkabel (mit der Leitungslänge l = 9.3 km) als auch für das Kleinkoaxialkabel (mit 4 km Länge) spezifiziert. Die
a∗–Werte 10.4 Np bzw. 9.9 Np liegen in der gleichen Größenordnung.
Die hier beschriebene Thematik können Sie sich mit folgenden Interaktionsmodul verdeutlichen: