Koaxialkabel bestehen aus einem Innenleiter und – durch ein Dielektrikum getrennt – einem Außenleiter. Es wurden zwei unterschiedliche Kabeltypen standardisiert, wobei zur Kennzeichnung die Durchmesser von Innen– und Außenleiter herangezogen werden:
das Normalkoaxialkabel, dessen Innenleiter einen Durchmesser von 2.6 mm besitzt und der Außendurchmesser 9.5 mm beträgt,
das Kleinkoaxialkabel mit den Abmessungen 1.2 mm und 4.4 mm.
Der Kabelfrequenzgang HK(f) ergibt sich aus der Kabellänge l und dem Übertragungsmaß
Die kabelspezifischen Konstanten für das Normalkoaxialkabel 2.6/9.5 mm sind:
Entsprechend lauten die kilometrischen Dämpfungs– und Phasenkonstanten für das Kleinkoaxialkabel:
Diese Werte können aus den geometrischen Abmessungen der Kabel berechnet werden und wurden durch Messungen am Fernmeldetechnischen Zentralamt in Darmstadt bestätigt – siehe[Wel77].Sie gelten für eine Temperatur von 20°C (293 K) und Frequenzen größer als 200 kHz. Es besteht folgender Zusammenhang zu denLeitungsbelägen:
Die vom frequenzunabhängigem Anteil R’ herrührenden Ohmschen Verluste werden durch α0 modelliert und verursachen eine (bei Koaxialkabeln geringe) frequenzunabhängige Dämpfung.
Der Anteil α1 · f des Dämpfungsmaßes ist auf die Ableitungsverluste (G’) zurückzuführen und der frequenzproportionale Term β1 · f bewirkt nur eine Phasenlaufzeit, aber keine Verzerrungen.
Die Anteile α2 und β2 gehen auf den Skineffekt zurück, der bewirkt, dass bei höherfrequentem Wechselstrom die Stromdichte im Leiterinneren niedriger ist als an der Oberfläche. Dadurch steigt der Widerstandsbelag R’ einer elektrischen Leitung mit der Wurzel aus der Frequenz an.