Ein Sonderfall kausaler und zeitinvarianter Systeme sind elektrische Leitungen. Hier muss aufgrund der Hilbert–Transformation stets von einem komplexwertigen Frequenzgang H(f) und stark unsymmetrischen Impulsantworten h(t) ausgegangen werden. Dieses 4. Kapitel bringt eine zusammenfassende Darstellung der Beschreibung leitungsgebundener Übertragungskanäle, wobei im einzelnen behandelt werden:
wichtige Ergebnisse und Beschreibungsgrößen der Leitungstheorie, insbesondere Leitungsbeläge, Übertragungsmaß, Dämpfungsmaß, Phasenmaß, Wellenwiderstand und die Betriebsdämpfung zur Berücksichtigung von Fehlanpassungen und Reflexionen,
der Frequenzgang und die Impulsantwort von Koaxialkabeln, bei denen aufgrund der guten Schirmung alle anderen Störungen gegenüber dem Thermischen Rauschen (gaußverteilt und weiß) vernachlässigbar sind, und
die Beschreibung symmetrischer Kupferleitungen, die das wichtigste Übertragungsmedium im Zugangsnetz von Telekommunikationssystemen darstellen. Da viele Doppeladern in einem Kabel parallel laufen, kommt es aufgrund kapazitiver und induktiver Kopplungen zu Nebensprechen.
Die theoretischen Grundlagen werden auf 23 Seiten mit Gleichungen, Beispielen sowie 26 Grafiken verdeutlicht. Außerdem beinhaltet dieses Kapitel noch 8 Aufgaben und 3 Zusatzaufgaben mit insgesamt 53 Teilaufgaben. Mit den folgenden Interaktionsmodulen wird die gesamte Thematik dieses Kapitels zusammenhängend dargestellt: