Dieses für die Nachrichtentechnik sehr wichtige Verfahren soll hier nur kurz angerissen werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie in den Büchern
„Modulationsverfahren” und „Digitalsignalübertragung”. Wir gehen für diese Kurzbeschreibung von folgender Konstellation aus:
Hierbei ist SV ein verzerrendes System, während
SE der Entzerrung dient. Es ist zu vermerken:
Ist die Verzerrung nichtlinearer Art, so muss auch die Entzerrung nichtlinear erfolgen.
Aber auch bei linearen Verzerrungen werden nichtlineare Entzerrungsverfahren eingesetzt, zum Beispiel Decision Feedback Equalization
bei Digitalsystemen. Der Vorteil gegenüber linearer Entzerrung ist, dass es nicht zu einer Erhöhung der Rauschleistung kommt.
Ist SV ein lineares System mit Frequenzgang HV(f), so können mit dem inversen FrequenzgangHE(f) = 1/HV(f) die Verzerrungen vollständig eliminiert werden, und es gilt z(t) =
x(t).
Voraussetzung hierfür ist aber, dass der Frequenzgang HV(f) im interessierenden Spektralbereich keine Nullstellen besitzt, da sonst bei HE(f) Unendlichkeitsstellen erforderlich wären.
Bei Analogsystemen bedeutet eine vollständige Entzerrung, dass sich
z(t) von x(t) nur durch die unvermeidbaren Rauschanteile unterscheidet, und eventuell durch eine Laufzeit.
Bei Digitalsystemen ist das Kriterium für eine vollständige Entzerrung weniger streng. Es muss in diesem Fall nur sichergestellt werden, dass die Signale
x(t) und z(t) zu den Detektionszeitpunkten übereinstimmen. Man spricht in diesem Zusammenhang von