Abschnitt: 2.3 Lineare Verzerrungen
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Phasenlaufzeit

Wir betrachten ein System mit |H(f)| = 1, so dass für den Frequenzgang gilt:
Die Grafik zeigt einen beispielhaften Phasenverlauf b(f). Zu beachten ist, dass der Phasenverlauf eine ungerade Funktion bezüglich der Frequenz f ist: b(–f) = –b(f). Rechts ist die Funktion b(ω) skizziert, die gegenüber b(f) in der Abszisse um den Faktor 2π gestreckt ist.

Liegt am Eingang die harmonische Schwingung
an, so ergibt sich für die Spektralfunktion am Ausgang:
Somit lautet das Ausgangssignal:
Dieses kann auch in folgender Form dargestellt werden:
Definition: Die Phasenlaufzeit gibt die Verzögerung an, die eine harmonische Schwingung mit der Frequenz f0 durch das System erfährt; sie ist bei phasenverzerrenden Systemen frequenzabhängig:
Hierzu ist Folgendes anzumerken:
  • In der b(ω)–Darstellung kann die Phasenlaufzeit τP als die Steigung der grün eingezeichneten Geraden auch grafisch ermittelt werden.
  • Im Allgemeinen wird eine Schwingung mit anderer Frequenz auch eine andere Phasenlaufzeit zur Folge haben. Dies ist der physikalische Hintergrund für Phasenverzerrungen.
  • Gilt bei einem System b(ω) = τP · ω bzw. b(f) = 2π · τP · f, so haben alle Frequenzen die gleiche Phasenlaufzeit τP. Ein solches System führt nicht zu Phasenverzerrungen.
 
 

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