In den beiden ersten Kapiteln wurden aus Darstellungsgründen meist Filterfunktionen mit reellwertigen Frequenzgängen betrachtet, so dass die dazugehörige Zeitfunktion symmetrisch zum Nullzeitpunkt ist. Die Impulsantwort eines realisierbaren Systems muss aber stets kausal sein, das heißt, es muss h(t) für t < 0 identisch Null sein. Diese starke Asymmetrie der Zeitfunktion h(t) bedeutet aber gleichzeitig, dass der Frequenzgang H(f) eines realisierbaren Systems stets komplex ist, wobei zwischen dem Realteil und dem Imaginärteil von H(f) ein fester Zusammenhang besteht.
Dieses 3. Kapitel bringt eine zusammenfassende Darstellung der Beschreibung kausaler realisierbarer Systeme, die sich auch von den mathematischen Methoden her von den bei akausalen Systemen üblichen Verfahren unterscheiden. Im einzelnen wird nachfolgend behandelt:
die Hilbert–Transformation, die aussagt, wie Real– und Imaginärteil von H(f) zusammenhängen,
die Laplace–Transformation, die bei kausalem h(t) eine weitere Spektralfunktion HL(p) liefert,
die Beschreibung realisierbarer Systeme durch das Pol–Nullstellen–Diagramm, sowie
die Laplace–Rücktransformation unter Anwendung der Funktionentheorie (Residuensatz).
Die theoretischen Grundlagen sind auf 22 Seiten mit Gleichungen, Beispielen und 35 Bildern verdeutlicht. Außerdem beinhaltet dieses Kapitel noch 7 Aufgaben und 7 Zusatzaufgaben mit 60 Teilaufgaben. Im folgenden Interaktionsmodul ist die gesamte Thematik dieses Kapitels zusammenhängend dargestellt: