Abschnitt: 4.4 Trägerfrequenzsysteme mit kohärenter Demodulation
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On–Off–Keying bzw. 2–ASK

Das einfachste digitale Modulationsverfahren ist On–Off–Keying (OOK), das bereits im Kapitel 4.2 des Buches „Modulationsverfahren” anhand seiner Bandpass–Signale ausführlich beschrieben wurde und dort auch als Amplitude Shift Keying (ASK) bezeichnet wurde.

Dieses Verfahren kann wie folgt charakterisiert werden:
  • OOK ist ein eindimensionales Modulationsverfahren (N = 1) mit sIi {0, E1/2} und sQi = 0 bzw. sIi = 0 und sQi {0, –E1/2}. Abkürzend gilt E = Egs. Die erste Kombination beschreibt ein cosinusförmiges Trägersignal, die zweite Kombination einen sinusförmigen Träger.
  • Jedes Bit wird einem Binärsymbol zugeordnet (b = 1, M = 2); man benötigt keinen S/P–Wandler. Bei gleichwahrscheinlichen Symbolen, was für das Folgende stets vorausgesetzt wird, ist sowohl die mittlere Energie pro Symbol (ES) als auch die mittlere Energie pro Bit (EB) gleich E/2.
  • Der optimale OOK–Empfänger projiziert das Empfangssignal r(t) auf die Basisfunktion φ1(t). Wegen N = 1 kann das Rauschen eindimensional angesetzt werden mit der Varianz σn2 = N0/2. Mit den Aussagen von Kapitel 4.3 erhält man für die mittlere Symbolfehlerwahrscheinlichkeit:
  • Da jedes Bit genau auf ein Symbol abgebildet wird, ist die mittlere Bitfehlerwahrscheinlichkeit pB genau so groß:
 
 

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