Abschnitt: 4.3 Approximation der Fehlerwahrscheinlichkeit
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Union Bound - Obere Schranke der Fehlerwahrscheinlichkeit (1)

Bei beliebigen Werten von M gilt für die Verfälschungswahrscheinlichkeit unter der Voraussetzung, dass die Nachricht mi (bzw. das Signal si) gesendet wurde:
Für diesen Ausdruck lässt sich mit einer Booleschen Ungleichung, der so genannten Union Bound, eine obere Schranke angeben:
Hierzu ist anzumerken:
  • Es ist dik = ||sisk|| der Abstand der Signalraumpunkte si und sk, und σn gibt den Effektivwert des AWGN–Rauschens an.
  • Die Union Bound ist nur bei gleichwahrscheinlichen Symbolen (Pr(mi) = 1/M) anwendbar. Auch dann muss zur Berechnung der (mittleren) Fehlerwahrscheinlichkeit über alle mi gemittelt werden.
  • Auf der nächsten Seite wird die Union Bound weiter vereinfacht.
Beispiel: Die Grafik verdeutlicht die Union Bound am Beispiel M = 3 mit gleichwahrscheinlichen Symbolen: Pr(m0) = Pr(m1) = Pr(m2) = 1/3.

Zu diesen Darstellungen ist anzumerken:
  • Für die Symbolfehlerwahrscheinlichkeit gilt:
  • Der erste Term im Klammerausdruck unter der Voraussetzung m = m0  ⇔  s = s0 ist in der linken Grafik visualisiert. Dieser Term Pr(r I0 | m0) beschreibt die rot ausgefüllte Region I0.
  • Die Komplementärregion „rI0 | m0” ist in der linken Grafik entweder blau oder grün oder blau–grün schraffiert markiert. Es gilt:
  • Das „≤”–Zeichen berücksichtigt hier, dass die blau–grün schraffierte Fläche sowohl zum Gebiet r I1 als auch zum Gebiet „r I2” gehört, so dass die Summe einen zu großen Wert liefert. Das heißt: Die Union Bound liefert stets eine obere Schranke.
  • Die mittlere Grafik verdeutlicht die Berechnung der Union Bound unter der Voraussetzung, dass m1s1 gesendet wurde. Für das rechte Bild ist m = m2s = s2 zugrundegelegt.
 
 

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