Abschnitt: 4.2 Struktur des optimalen Empfängers
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A4.4: MAP– und ML–Empfänger

Zur Verdeutlichung von MAP– und ML–Entscheidung konstruieren wir nun ein sehr einfaches Beispiel mit nur zwei möglichen Nachrichten m0 = 0 und m1 = 1, die durch die Signalwerte s0 bzw. s1 dargestellt werden:
Die Auftrittswahrscheinlichkeiten sind:
Das Empfangssignal kann – warum auch immer – drei verschiedene Werte annehmen, nämlich
Die bedingten Kanalwahrscheinlichkeiten können der Grafik entnommen werden.
Nach der Übertragung soll die gesendete Nachricht durch einen optimalen Empfänger geschätzt werden. Zur Verfügung stehen:
  • der Maximum–Likelihood–Empfänger (ML–Empfänger), der die Auftrittswahrscheinlichkeiten Pr(s = si) nicht kennt, mit der Entscheidungsregel:
  • der Maximum–a–posteriori–Empfänger (MAP–Empfänger); dieser berücksichtigt bei seinem Entscheidungsprozess auch die Symbolwahrscheinlichkeiten der Quelle:
Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf das Kapitel 3.7 sowie das Kapitel 4.2 des vorliegenden Buches. Die notwendigen statistischen Grundlagen finden Sie im Kapitel 1.3 des Buches „Stochastische Signaltheorie”.
 
 

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