Um weitere Aussagen über die Art der optimalen Messungen des Vektors r machen zu können, ist es notwendig, die den Kanal charakterisierende (bedingte) Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion pr(t)|s(t) weiter zu spezifizieren. Im Folgenden wird die Kommunikation über denAWGN–Kanalbetrachtet, dessen wichtigste Eigenschaften hier nochmals kurz zusammengestellt werden:
Das Ausgangssignal des AWGN–Kanals ist r(t) = s(t) + n(t), wobei s(t) das Sendesignal angibt und n(t) durch einen Gaußschen Rauschprozess dargestellt wird.
Ein Zufallsprozess {n(t)} ist gaußisch, falls die Elemente der k–dimensionalen Zufallsvariablen {n(t1), ... , n(tk)} gemeinsam gaußverteilt sind („Jointly Gaussian”).
Der Mittelwert des AWGN–Rauschens ist E[n(t)] = 0. Außerdem ist n(t) weiß, was bedeutet, dass das Leistungsdichtespektrum (LDS) für alle Frequenzen (von – ∞ bis + ∞) konstant ist:
N0 gibt dabei die physikalische (nur für f ≥ 0 definierte) Rauschleistungsdichte an. Der konstante LDS–Wert (N0/2) und das Gewicht der Diracfunktion in der AKF (ebenfalls N0/2) ergibt sich allein durch die zweiseitige Betrachtungsweise.
Weitere Informationen zum AWGN–Kanal liefert das Lehrvideo