Abschnitt: 4.1 Signale, Basisfunktionen und Vektorräume
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Zur Nomenklatur von Kapitel 4 (1)

Nahezu alle Ergebnisse dieses Kapitels wurden bereits in früheren Abschnitten hergeleitet. Grundlegend neu ist jedoch die Herangehensweise:
  • Im Buch „Modulationsverfahren” sowie in den ersten drei Kapiteln dieses Buches wurden bereits bei den Herleitungen die spezifischen Systemeigenschaften berücksichtigt – zum Beispiel, ob die Übertragung des Digitalsignals im Basisband erfolgt oder ob eine digitale Amplituden–, Frequenz– oder Phasenmodulation vorliegt.
  • Hier sollen nun die Systeme dahingehend abstrahiert werden, dass sie einheitlich behandelt werden können. Der jeweils optimale Empfänger besitzt in allen Fällen die gleiche Struktur, und die Fehlerwahrscheinlichkeit lässt sich auch für nichtgaußverteiltes Rauschen angeben.
Anzumerken ist, dass sich durch diese eher globale Vorgehensweise gewisse Systemunzulänglichkeiten nicht oder nur sehr ungenau erfassen lassen, wie beispielsweise
  • der Einfluss eines nichtoptimalen Empfangsfilters auf die Fehlerwahrscheinlichkeit,
  • ein falscher Schwellenwert (Schwellendrift) oder
  • Phasenjitter (Schwankungen der Abtastzeitpunkte).
Insbesondere bei Vorhandensein von Impulsinterferenzen sollte also weiterhin entsprechend Kapitel 3 vorgegangen werden.
Die Beschreibung basiert auf dem Skript „Nachrichtentechnik 2” von R. Kötter und G. Zeitler, das sich stark an das Buch [WJ65] von J. M. Wozencraft und I. M. Jacobs anlehnt. Um unseren eigenen Studenten an der TU München das Lesen nicht unnötig zu erschweren, halten wir uns weitestgehend an die in [KöZ08] verwendete Nomenklatur, auch wenn diese von anderen LNTwww–Kapiteln abweicht. Gerhard Kramer, der neue Lehrstuhlinhaber seit Oktober 2010, behandelt in „Nachrichtentechnik 2” die gleiche Thematik mit ähnlicher Nomenklatur.
 
 

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