Die folgende Bilderserie zeigt den Einfluss von statistisch unabhängigen Fehlern (BSC–Modell) mit den Fehlerwahrscheinlichkeiten p = 10–3, p = 10–2 und p = 10–1. Der Dateiheader ist jeweils fehlerfrei.
Bei der oberen Reihe wurde vom Farbbild „LNTprofs.bmp” mit 24 BPP ausgegangen; der eigentliche Bildbereich umfasst 250 x 250 x 24 = 1.5 · 106 Bit. Die untere Reihe basiert auf einem Graustufenbild mit 8 BPP. Die Datei ist somit etwa um den Faktor 3 kleiner als die Farbdatei. Man erkennt:
Die Fehlerwahrscheinlichkeit p = 10–3 ist noch nicht allzu störend. Beim Farbbild sind damit etwa 1500 Bit und auch vergleichsweise ebensoviele Pixel verfälscht (statistische Aussagen). Beim Graustufenbild sind es wegen der kleineren Datei nur etwa 500 Bitfehler.
Subjektiv ist der störende Eindruck von Bitfehlern beim Graustufenbild trotz kleinerer Bitfehlerzahl etwa genau so wie beim Farbbild, da sich bei letzterem manche Bitfehler nur in einer marginalen Farbveränderung auswirken.
Nachfolgend finden Sie das mit dem BSC–Modell verfälschte Audio „Stille.wav” mit unterschiedlichen Fehlerwahrscheinlichkeiten (BER: Bit Error Rate). Der besonders zu schützende Dateiheader umfasst bei WAV–Dateien 43 Byte. Die Länge der Audios ist ca. 10 Sekunden.
BSC–Modell, BER = 10–5 (kaum hörbar)
BSC–Modell, BER = 10–4 (noch nicht sehr störend)
BSC–Modell, BER = 10–3 (merkbar störend)
BSC–Modell, BER = 10–2 (Warnung vor dem Öffnen)
BSC–Modell, BER = 10–1 (nur für extrem Lärmunempfindliche geeignet)
Hinweis: Alle BMP–Bilder und WAV–Audios in diesem Kapitel wurden mit dem Windows–ProgrammDigitale Kanalmodelle & Multimediaerzeugt, das in dem Praktikum[Söd01]am Lehrstuhl für Nachrichtentechnik der TU München angeboten wird. Der obige Link stellt die ZIP–Version dieses Programms bereit. Vor der Bereitstellung in unserem Lerntutorial mussten die Dateien nach „PNG” bzw. „MP3” konvertiert werden. Die Fehlerstruktur bezieht sich aber trotzdem auf „BMP” bzw. „WAV”.