Abschnitt: 5.2 Binary Symmetric Channel (BSC)
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Anwendungen des BSC–Modells

Das BSC–Modell ist das digitale Äquivalent zum einfachsten Analogmodell eines zeitinvarianten Digitalsystems entsprechend der nachfolgenden Grafik.

Um das BSC–Modell anwenden zu können, muss das Digitalsystem folgende Voraussetzungen erfüllen:
  • redundanzfreie Binärcodierung   ⇒   keine Kanalcodierung und –decodierung,
  • Störung entsprechend dem AWGN–Modell   ⇒   additiv, weiß und gaußverteilt,
  • keine nichtlinearen oder linearen Verzerrungen in den Sender– und Empfängerbauteilen,
  • Schwellenwertentscheider mit symmetrischer Entscheiderschwelle,
  • keine Fremdeinflüsse wie Nebensprechen, Wählimpulse oder elektromagnetische Störfelder.
Bei einem Funksystem mit direkter Sichtverbindung ist die Anwendung des BSC–Modells oft gerechtfertigt, nicht jedoch, wenn Fadingeinflüsse (Rayleigh, Rice) und/oder Echos auftreten können. Bei leitungsgebundener Übertragung sind dagegen nach Aussagen von Netzbetreibern statistisch unabhängige Fehler eher die Ausnahme. Treten bei der Datenübertragung über das Fernsprechnetz Fehler auf, dann meist gehäuft. Man spricht in diesem Fall von so genannten Bündelfehlern, die im nachfolgenden Kapitel behandelt werden.
 
 

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