Abschnitt: 3.7 Optimale Empfängerstrategien
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Korrelationsempfänger

Es gibt verschiedene schaltungstechnische Implementierungen des Maximum–Likelihood–Empfängers. Beispielsweise können die erforderlichen Integrale durch lineare Filterung und anschließender Abtastung gewonnen werden. Man bezeichnet diese Realisierungsform als Matched–Filter–Empfänger, da hier die Impulsantworten der M parallelen Filter formgleich mit den Nutzsignalen s0(t), ... , sM–1(t) sind.
Die M Entscheidungsgrößen Ii sind dann gleich den Faltungsprodukten r(t) ∗ si(t) zum Zeitpunkt t = 0. Beispielsweise erlaubt der im Kapitel 1.4 ausführlich beschriebene „optimale Binärempfänger” eine Maximum–Likelihood–Entscheidung mit den ML–Parametern M = 2 und N = 1.
Wir beschränken uns hier auf den so genannten Korrelationsempfänger entsprechend dem folgenden Blockschaltbild. Zur Vereinfachung werden N = 3, t1 = 0, t2 = 3T sowie M = 23 = 8 vorausgesetzt.

Man erkennt:
  • Der Korrelationsempfänger bildet insgesamt M = 8 Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen dem Empfangssignal r(t) = sk(t) + n(t) und den möglichen Sendesignalen si(t), i = 0, ... , M–1. Vorausgesetzt ist für diese Beschreibung, dass das Nutzsignal sk(t) gesendet wurde.
  • Der Korrelationsempfänger sucht nun den maximalen Wert Wj aller Korrelationswerte und gibt die dazugehörige Folge Qj als Sinkensymbolfolge V aus. Formal lässt sich die ML–Entscheidungsregel wie folgt ausdrücken:
  • Setzt man weiter voraus, dass alle Sendesignale si(t) die genau gleiche Energie besitzen, so kann man auf die Subtraktion von Ei/2 in allen Zweigen verzichten. In diesem Fall werden folgende Korrelationswerte miteinander verglichen (i = 0, ... , M–1):
  • Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ij = Ik größer als alle anderen Vergleichswerte Iik. Ist das Rauschen n(t) allerdings zu groß, so kann auch der ML–Empfänger eine Fehlentscheidung treffen.
 
 

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